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Noch werden hinter der Glaswand nur Stühle und Tische gelagert.

Nordend

Nordend: Stadtteiltreff im Merianbad startet im Herbst

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Der Ortsbeirat 3 möchte seinen Versammlungsort nach den Ferien eröffnen. Zunächst soll der Raum ohne festes Konzept laufen.

Der Stadtteiltreff des Nordend Ortsbeirats 3 im ehemaligen Merianbad kann voraussichtlich nach den kommenden Herbstferien eröffnet werden. Die Umbauarbeiten in dem einstigen Raucherraum des Cafés am Merianplatz seien abgeschlossen, sagt die Vorsteherin im Ortsbeirat 3, Karin Guder (Grüne), auf Anfrage der FR. Jetzt fehlten noch kleinere Einbauten für den 25 Quadratmeter großen Raum.

Vor zwei Wochen habe sich der Eigentümer gemeldet, dass nur die Abnahme der Stadt wegen des Brandschutzes ausstehe, sagt Guder. Sobald diese erfolgt ist, soll es einen Ortstermin mit Vertretern des Stadtteilgremiums geben. Das bestätigt Petar Lovric, auf dessen Schwester der Erbpachtvertrag für das Merianbad-Gebäude läuft.

Gemeinsam mit den Vertretern des Stadtteilgremiums soll über die Einrichtung gesprochen werden. So fehlten etwa noch eine kleine Küchenzeile und Sitzbänke, die die beiden Ebenen des kleinen Raums überbrücken. Derzeit stehen in dem Treff Stühle und Tische, die das Restaurant Kupferstecher dort zwischengelagert hat. Das Restaurant hat seit Sommer im Merianbad-Gebäude geöffnet.

Der neue Treffpunkt soll zunächst ein Jahr lang ohne Satzung oder feste Struktur laufen, sagt Guder. Darauf hätten sich die Fraktionsvorsitzenden des Gremiums in einer Sitzung mit der Ortsvorsteherin mehrheitlich verständigt. In der Probezeit soll geschaut werden, „was für eine Nachfrage besteht“ und wie der Stadtteiltreff genutzt wird, sagt Guder. Da der Ortsbeirat keine juristische Person sei, werde jeweils eine Person pro Fraktion als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Vorgesehen ist, dass der Raum etwa für Initiativen im Stadtteil, für Sprechstunden der Sozial- und Stadtbezirksvorsteher sowie des Seniorenbeirats genutzt werden kann, sagt Willi Preßmar (Grüne) von der Steuerungsgruppe, die über ein Konzept für den Stadtteiltreff beraten hat. Auch Fraktionssitzungen könnten in dem kleinen Raum stattfinden, nicht jedoch „parteipolitische Veranstaltungen“.

Die FDP im Ortsbeirat 3 hatte sich bereits Anfang Mai dafür ausgesprochen, zu klären, wer das Hausrecht und die Schlüsselgewalt übernehmen soll. Dazu hatten die Liberalen einen entsprechenden Antrag eingebracht, in dem auch gefordert wird, eine Satzung für das Stadtteilbüro aufzustellen. In den vergangenen drei Sitzungen hat das Gremium über die Vorlage nicht beraten – und sie auf die nächste Tagung verschoben.

Bereits seit fünf Jahren setzt sich das Gremium für den Treffpunkt ein. Der Ortsbeirat kann den Raum kostenlos nutzen. Nachfragen gebe es auch von Bürgern und Vereinen, sagt Karin Guder: Schon vor längerem hätten sich Einzelpersonen und Gruppen gemeldet, die den Raum hätten anmieten wollen.

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