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Der Schulhof der Merianschule ist nun nachmittags auch für Kinder aus dem Stadtteil geöffnet.
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Der Schulhof der Merianschule ist nun nachmittags auch für Kinder aus dem Stadtteil geöffnet.

Nordend

Nordend: Pausenhof in Ferien geöffnet

  • Boris Schlepper
    VonBoris Schlepper
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Die Merianschule im Nordend hat in den Sommerferien für Kinder zum Spielen und Toben unter Aufsicht geöffnet. Ermöglicht wird dies durch den Ortsbeirat und die Freie Christliche Gemeinde. Sollte das Projekt gut funktionieren, wäre dies auch an weiteren Schulen denkbar.

Kinder können in den Sommerferien den Hof der Merianschule zum Spielen und Toben aufsuchen. Möglich wird dies, weil der Ortsbeirat 3 die Freie Christliche Gemeinde bezahlt, damit diese das Areal an vier Tagen die Woche aufschließt und dort Mädchen und Jungen beaufsichtigt. Der Hof an der Burgstraße steht dienstags und donnerstags von 17 bis 20 Uhr, samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr offen, das Angebot ist kostenlos.

Erst kurz vor den Ferien hatte das Stadtteilgremium beschlossen, testweise eine Art Patin für die Schulhoföffnung zu finden. Grüne, CDU, SPD, FDP und Volt hatten dazu zwei gemeinsame Anträge eingebracht, dass der Hof nachmittags und an Wochenenden für die Kinder des Quartiers geöffnet wird. Die Fläche sei bereits vor der Sanierung der Grundschule nachmittags ein „beliebter Treffpunkt“ gewesen. Inzwischen sei das Areal fertig umgestaltet.

Da der Hausmeister das Öffnen und Schließen nicht übernehmen könne, stellt der Ortsbeirat für das Projekt maximal 3500 Euro aus seinem Budget zur Verfügung. Einen Teil des Geldes hat der CVJM erhalten, der den Hof vor den Ferien nachmittags aufgeschlossen und die Kinder beaufsichtigt hat. Bevor ein stadtweites Konzept zur Öffnung der Pausenhöfe umgesetzt werde, will das Gremium ein Pilotprojekt an der Merianschule testen.

Am Eingang der Schule in der Burgstraße müssen nach dem Willen des Ortsbeirats auf die Regeln für die Hofnutzung hingewiesen werden. Etwa, dass dort nicht geraucht oder Alkohol getrunken wird. Dass man den Müll wieder mitnimmt und sich öffentliche Toiletten am nahe gelegenen Merianplatz befinden. Wichtig war dem Stadtteilparlament, dass es nur eine Aufsicht gibt, nicht aber ein zusätzliches Angebot oder gar eine Aufwertung. Es sei nicht nötig, dass der Hof noch attraktiver gemacht wird, sagt etwa die Fraktionsvorsitzende der CDU im Ortsbeirat, Claudia Ehrhardt. Eine Aufsicht indes sei nötig, „dass nicht auf der Tischtennisplatte gegrillt oder das Haus angesprayt wird“, sagt der SPD-Chef im Ortsbeirat, Rüdiger Koch.

Das Stadtteilparlament will schauen, wie das Projekt funktioniert. Dann könne es gegebenenfalls auf andere Schulen im Ortsbezirk übertragen werden, sagt Ehrhardt. Wünschenswert wäre es, dass die Hof-Öffnung über das aktuelle Programm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ des Bundesfamilienministeriums finanziert werden könne. Der Ortsbeirat allein könne das auf Dauer nicht leisten, so die Christdemokratin. Die Stadt habe bereits zugesagt, prüfen zu wollen, ob sie die Kosten für das Angebot übernimmt, sagt Ortsvorsteherin Karin Guder (Grüne).

Dass die Pausenhöfe außerhalb der Schulzeit zum Spielen geöffnet werden können, das hat die Stadt bereits vor 20 Jahren beschlossen, sagt Elke von Busekist vom Bau und Immobilien Dezernat. Die Schulhausverwalter könnten das jedoch nicht leisten, weshalb ein Pate oder eine Patin nötig sei, etwa ein Verein oder eine Elterninitiative, der oder die das Aufschließen übernehme.

Die Haftung liege dann bei den Nutzerinnen und Nutzern, so von Busekist. Darauf müssten Schilder hinweisen, deren Herstellungskosten die Stadt übernehme. Ebenso, dass die Toiletten der Schule nicht geöffnet werden können.

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