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Zahreiche Menschen treffen sich vor allem freitagsabends auf dem Luisenplatz im Nordend.

Treffpunkt im Nordend

Frankfurt: Anwohner:innen genervt vom Lärm und Müll - Räumung des Luisenplatzes gefordert

  • vonKathrin Becker
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Der Luisenplatz an der Bornheimer Landstraße ist spätestens seit Corona zu einem beliebten Treffpunkt geworden. Anwohnerinnen und Anwohner fordern die Räumung des Platzes ab 22 Uhr.

Wer am Luisenplatz im Nordend wohnt, hat in den vergangenen Monaten einiges mitgemacht. Denn der kleine Kreisel zwischen Bornheimer Landstraße, Heide- und Luisenstraße hat sich zum Hotspot entwickelt. Hunderte versammelten sich vor allem freitags dort, nachdem sie vom Friedberger Platz weggeschickt wurden. Anwohner:innen fordern nun eine Räumung des Platzes um 22 Uhr.

Frankfurt-Nordend: Anwhohner:innen genervt vom Lärm auf dem Luisenplatz

„Es ist unerträglich laut. Man kann nachts kein Fenster mehr aufmachen“, klagt eine Anwohnerin, die nicht namentlich genannt werden möchte. Bis spät in die Nacht werde laut geredet, berichtet sie. Abstandsregeln würden nicht eingehalten. Am nächsten Tag zeugten leere Flaschen und Pizzakartons von dem abendlichen Zusammentreffen. Das Thema ist nicht neu, doch in diesem Sommer habe sich die Lage deutlich zugespitzt.

„Die Nerven liegen blank“, bestätigt Ortsvorsteherin Karin Guder (Grüne). „Der Platz ist sehr eng und die Häuser stehen dicht beieinander. Das schallt.“ Gerade während der Corona-Pandemie gebe es jedoch den Wunsch sich draußen aufzuhalten. Anfänglich habe der Ortsbeirat daher noch um Verständnis geworben. Mittlerweile hielten sich jedoch auch Menschen auf dem Platz auf, „die sich nicht sehr rücksichtsvoll verhalten“, so Guder.

Frankfurt in Corona-Zeiten: „Die Stimmung war gereizt“

Auf der Suche nach Möglichkeiten zur Entspannung der Situation hatte der Ortsbeirat im September ein Treffen mit Anwohnerinnen und Anwohnern des Luisenplatzes im Nordend organisiert. „Die Stimmung war gereizt“, berichtet eine Teilnehmerin. Etliche Betroffene seien dort gewesen sein, um ihrem Ärger Luft zu machen, aber auch, um Vorschläge zur Verbesserung der Situation einzubringen.

Einige Vorschläge sind umgesetzt worden. So stehen nun freitags öffentliche Toiletten auf dem Platz, um das Wildpinkeln einzudämmen, berichtet Guder. Der Ortsbeirat unterstütze die Forderung, den Platz räumen zu lassen. Eine Verlegung des Friedberger Markts, wie von manchen Anwohner:innen gefordert, hält Guder für keine Lösung.

Laut eines Sprechers des Ordnungsamtes wird die Situation am Luisenplatz in Absprache mit der Landespolizei beobachtet. Es seien regelmäßig Stadtpolizisten vor Ort. Es sei auch schon zu Räumungen gekommen.

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