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Die Elisabethenschülerinnen der 6a sind zufrieden mit ihrem sanierten Gebäude in der Vogtstraße im Nordend.

Bauarbeiten

Nordend: Elisabethenschule saniert

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Fünf Jahre hat die Sanierung gedauert, nun präsentiert sich die Elisabethenschule in der Vogtstraße in einem neuem Glanz. Die Schulgemeinde ist zufrieden mit dem Ergebnis der Arbeiten, die rund 36 Millionen Euro gekostet haben.

Einen Bauhelm und einen Gesteinsbrocken hat Schulleiter Stefan Neureiter für seine Begrüßungsrede zur Neueröffnungsfeier der sanierten Elisabethenschule am Samstagvormittag mit auf die Bühne gebracht. Die beiden Requisiten sollen an die entbehrungsreiche Zeit im maroden Altbau und die lange Sanierungsphase der vergangenen fünf Jahre erinnern. Seit April dieses Jahres ist die 36 Millionen Euro teure Sanierung abgeschlossen.

„Den Stein drückte mir ein Schüler 2011 in die Hand – er war damals in seinem Klassenraum aus der Decke herabgefallen“, berichtet Neureiter. Die Elisabethenschule war 2011 in einem desolaten Zustand, Putz bröckelte aus der Decke und aufgrund von statischen Problem durften sich in manchen Räumen nicht mehr als 30 Schüler aufhalten – lautes Jubeln oder Klatschen war verboten.

Heute jedoch sind alle zufrieden mit dem Ergebnis, Bauhelm und Gesteinsbrocken sollen deshalb einen Vitrinenplatz erhalten. Gedanklich plant der Schulleiter allerdings schon in die Zukunft: „Nach der Sanierung ist vor der Erweiterung“, so Neureiter. Langfristig soll die, aktuell auf demselben Gelände ansässige, Fürstenbergerschule nämlich den Standort mit der derzeitigen Außenstelle des Elisabethengymnasiums in der Holzhausenstraße tauschen. Ein Termin für den Umzug gibt es laut Bau- und Immobiliendezernent, Jan Schneider (CDU), indes noch nicht.

Gefeiert wird deshalb erst mal der sanierte Altbau in der Vogtstraße, er erstrahlt mit Stuck im Eingangsbereich, bunten Mosaikfenstern und Parkettboden in Klassenräumen. Dank eines Aufzugs ist er sogar barrierefrei.

Beim Festakt zur Eröffnung der sanierten Elisabethenschule ging es auch heiter zu.

Um die Statik des Gebäudes zu verbessern, wurde mehr Metall in die Spannbetondecken gebaut. Außerdem wurden alle Klassenräume saniert und mit Parkett ausgelegt. „Einige der Räume sind mit einer speziellen Akustik ausgestattet, die hörgeschädigten Schülern die Teilnahme am Unterricht ermöglichen soll“, erklärt der stellvertretende Schulleiter, Achim Kaewnetara.

Da die Schule an der vielbefahrenen Eschersheimer Landstraße liegt, wurde ein Belüftungssystem in die Räume eingebaut, so dass es nicht notwendig sei, die Fenster zu öffnen.

„Ich bin extrem froh, dass wir jetzt in dem neuen Gebäude sind“, sagt auch die Schulsprecherin Tabea Schulte Strathaus. Besonders schön sei es gewesen, dass auch die Schüler mit in die Planungen eingebunden worden seien. Obwohl damals noch in der Unterstufe protestierte sie schon 2011 mit anderen Schülern und Eltern für eine Sanierung. 2013 schließlich gab es einen offiziellen Besuch vom damals noch neuen Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). „Als ich damals die Zustände gesehen hatte, wusste ich, dass es reicht“, berichtet Feldmann.

„Die Proteste an der Elisabethenschule waren der Startschuss für den aktuellen Sanierungsplan der Frankfurter Schulen“, sagt Feldmann. Die Vernachlässigung der Bildungseinrichtungen über Jahrzehnte zuvor sei ein Unding gewesen. Auch Bildungsdezernentin Sylvia Weber lobt den Einsatz der Elisabethenschule.

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