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So soll die neue Wohnanlage aussehen.

Nordend

Neues Wohnheim für Studierende an der Adickesallee

  • vonKathrin Becker
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Neben rund 1100 Apartments entstehen auch ein Hotel, ein Fitnessstudio – und ein Hühnerstall.

Die Planungen für den Neubau von rund 1100 Apartments für Studierende an der Frankfurt School of Finance & Management schreiten voran. Am Donnerstag wurde der Entwurf für die neue Wohnanlage, die bis Ende 2023 in der Adickesallee entstehen soll, in der Sitzung des Ortsbeirates 3 vorgestellt.

Der Neubau soll auf einem etwa 39 000 Quadratmeter großen Areal neben der privaten Hochschule errichtet werden. Ende letzten Jahres hatte diese bekannt gegeben, dass sie das Grundstück an die Commerz Real verkauft hatte. Die will das Projekt gemeinsam mit dem zukünftigen Wohnanlagenbetreiber „i Live“ realisieren. Im November soll mit dem Abriss der bestehenden Gebäude begonnen werden. Angelika Werner von der Frankfurt School zeigte sich erfreut. Die Wirtschaftsuniversität habe einen hohen Anteil an internationalen Studierenden. Es sei wichtig, dass diese eine Zusage auf einen Wohnheimplatz erhalten könnten.

Diese Gebäude werden abgerissen.

Die Entwürfe des New Yorker Architektenbüros HWKN zeigen eine große, rechteckige Wohnanlage mit zwei Innenhöfen und begrünten Dächern. Optisch soll sich das Gebäude der Ästhetik der Frankfurt School anpassen. „Aus Sicht des Magistrates ist es ein gutes Projekt“, sagt Markus Radermacher von der Bauaufsicht. Das Vorhaben fügt sich in das städtische Projekt einer Campusmeile ein, durch welche die Standorte der in Frankfurt ansässigen Hochschulen verbunden werden sollen.

135 der rund 20 Quadratmeter großen Apartments werden öffentlich gefördert. Weitere 400 sollen preisgebunden an Studierende der Frankfurt School vermietet werden. 486 Apartments sind für den offenen Markt vorbestimmt. Die monatliche Miete der geförderten Apartments beläuft sich auf 350 Euro, bei den freifinanzierten Apartments liegt sie bei etwa 600 Euro. Darüber hinaus soll das Gebäude auch ein Hotel sowie ein Fitnessstudio, eine Dachterrasse, ein Restaurant und eine Tiefgarage beinhalten.

Trotz Einzelapartments soll es für die zukünftigen Bewohner und Bewohnerinnen viele Gelegenheiten geben, sich zu vernetzen, berichtet Amos Engelhardt von „i Live“. Über eine App sollen sich die Studierenden zum gemeinsamen Lernen verabreden können. Das Gebäude verfügt unter anderem über eine Kleinkunstbühne und einen Veranstaltungssaal. Für Entspannung sollen nicht nur Hängematten im Innenhof sorgen, sondern auch Hühner, erzählt Engelhardt. Studierende sollen Patenschaften für die Tiere übernehmen können.

Die Reaktion auf die Präsentation der Pläne war gemischt. Willi Preßmar (Grüne) äußerte Bedenken gegenüber der „Monostruktur“. Manfred Zieran (ÖkoLinx) sagte, er komme sich vor „wie im Marketingseminar“. Thomas Fruhwirth von der FDP sagte dagegen, es handle sich um eine gute Sache, insbesondere angesichts des Mangels an studentischen Wohnraum.

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