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Neuer Sitz für Mädchenverein Mafalda

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Von: Kiki Bruder

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Der Mädchenverein Mafalda hat neue Räume in der Höhenstrasse. C. Boeckheler
Der Mädchenverein Mafalda hat neue Räume in der Höhenstrasse. C. Boeckheler © Renate Hoyer

Nach mehreren Umzügen kann er künftig an der Höhenstraße bleiben

Trotz des leichten Nieselregens stoßen am Freitag in der Höhenstraße 25 Personen auf die Eröffnung des Mädchen*kulturzentrums Mafalda an, das nun schon zum dritten Mal umziehen musste. Bezogen wurde der neue Standort bereits im Herbst 2020, doch wegen der Pandemie kann erst jetzt gefeiert werden.

Vor 27 Jahren wurde das Zentrum in der Zeißelstraße im Nordend gegründet. Seitdem gab es immer wieder Probleme mit Vermietern oder den Raumkapazitäten. Der vorherige Standort in der Gaußstraße wurde 2019 vom Eigentümer abgerissen. Geschäftsführerinnen Katharina Hellwig und Barbara Weichler sind froh, nun einen Mietvertrag über 20 Jahre verkünden zu können.

Das Angebot des Mafalda richtet sich an Mädchen und junge Frauen zwischen elf und 27 Jahren – Transpersonen eingeschlossen. Hier können sie gemeinsam Sport machen, lesen, basteln, Spiele spielen oder sich einfach zurückziehen. „Derzeit kommen vor allem Mädchen im Alter von 11 bis 14 Jahren, aber wir versuchen mit unserem Angebot am Donnerstagabend auch Ältere anzulocken“, sagt Mitarbeiterin Meike Beelitz. Wegen des Umzugs hätten sie außerdem ihr Stammklientel verloren und müssten dieses jetzt nach und nach neu aufbauen.

Dafür kooperieren sie auch mit der IGS Herder und der IGS Nordend. Die Schüler:innen können zum Beispiel Ganztagskurse in den Räumen des Mafalda besuchen. Drei hauptamtliche Sozialarbeiter:innen und mehrere Honorarkräfte betreuen und beraten die Jugendlichen. Zu dem neuen Standort in der Höhenstraße gehören Haus Nummer 23 für die Büros der Mitarbeitenden und Nummer 25 für die Aufenthaltsräume. „In der Gaußstraße hatten wir eine Art Loft, der sehr offen war“, sagt Geschäftsführerin Hellwig. „Hier gibt es viele Rückzugsmöglichkeiten und kleine Räume für verschiedene Aktivitäten.“

Im Sportraum kann zum Beispiel auf Matten geturnt werden. Einmal die Woche gibt es hier einen Boxkurs und auch ein Tanzkurs soll kommen. In der Bibliothek können die Mädchen Bücher ausleihen oder am Schreibtisch unter Aufsicht ihre Hausaufgaben erledigen. Das Angebot, das bei den meisten das Interesse weckt, ist der pädagogische Mittagstisch. Viermal die Woche wird im Mafalda gekocht und die Mädchen können für 1,20 Euro pro Person gemeinsam essen.

Toll an dem neuen Standort sei vor allem die zentrale Lage. „Damit ist das Angebot noch niedrigschwelliger“, sagt Hellwig. Zu dem Gebäude gehören außerdem ein weitläufiger Hinterhof und ein Garten, der erst vor wenigen Wochen fertig entrümpelt wurde. Jeden Freitag ist Projekttag, an dem entweder im Hof am Fahrrad gebastelt oder im Garten gearbeitet werden kann.

Das Kulturzentrum hat von Montag bis Mittwoch zwischen 14 und 18 Uhr, donnerstags von 14 bis 20 Uhr und freitags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite www.junularo-ffm.de/de/mafalda.

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