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So könnte der geplante Neubau am Glauburgplatz aussehen. Zuvor muss der Bunker abgerissen werden.
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So könnte der geplante Neubau am Glauburgplatz aussehen. Zuvor muss der Bunker abgerissen werden.

Nordend

Frankfurter Nordend: Neuer Schutz für Glauburgbunker

  • Boris Schlepper
    vonBoris Schlepper
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Die Arbeiten am umstrittenen Abriss verzögern sich erneut. Statt mit Containern sollen die Nachbarn mit einem Lärmschutzgerüst vor Dreck und Krach bewahrt werden.

Die Arbeiten am Glauburgbunker verzögern sich erneut. Ursprünglich wollte der Bauherr bis Ende März die Baustelle für den Abbruch vollständig eingerichtet haben. Dafür sollten rund um das Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg mehrere große Container als Lärm- und Staubschutz aufgestellt werden. Laut Bauaufsicht ist das aus technischen Gründen nicht möglich. Derzeit werde eine „mindestens gleichwertige“ Alternative geprüft.

Bei dieser handelt es sich um ein Lärmschutzgerüst, sagt Markus Radermacher, stellvertretender Amtsleiter. Ein Sachverständiger habe dieses bereits für gut befunden. Demnach schütze es Anlieger und Anliegerinnen voraussichtlich sogar besser, auch was die oberen Stockwerke der angrenzenden Häuser betreffe. Unter anderem, da es näher am Bunker platziert werden könne als die Container. Diese können nicht aufgestellt werden, da sie sonst auf Leitungen im Erdreich stehen. Die Stadt werde keinen schlechteren Schutz akzeptieren, sagt Radermacher. Die Bauaufsicht prüfe das Gerüst deshalb auch mit eigenen Mitarbeiter:innen.

Wann es mit dem Abbruch weitergeht, werde derzeit geklärt, teilt das Kommunikationsunternehmen des Bauherrn mit. Der Investor will den Bunker abreißen und ein Wohngebäude bauen. Im Erdgeschoss soll es Platz für eine soziale und kulturelle Nutzung geben. In den vergangenen Monaten hatte das Abbruchunternehmen Zeller mit den vorbereitenden Arbeiten begonnen. Es entfernte etwa Mauern und brach die große Treppe zum Glauburgplatz hin ab.

Viele Menschen rund um den Bunker bereiten die bevorstehenden Arbeiten Sorgen. Sie befürchten monatelangen Lärm und Schmutz – nicht zuletzt, da auch Teile des Bunkers gesprengt werden sollen. Vor allem die Eltern der Schwarzburgschule und des Kinderzentrums Schwarzburgstraße, die direkt neben dem Bunker liegen, seien „massiv“ beunruhigt, sagt Gabriele Arnold von der Bürgerinitiative Glauburgbunker.

Der Abbruch sei nicht mit den Corona-Richtlinien zu vereinbaren. Während der Arbeiten könne nicht gelüftet werden, „dadurch steigt das Infektionsrisiko“. Sie fordern, das Projekt um wenigstens ein Jahr zu verschieben oder die Schule auszulagern, sagt Arnold. Inzwischen sei ein Verwaltungsrechtler eingeschaltet.

Das bisherige Vorgehen mache den Anliegern keinen Mut, sagt Arnold. „Im Gegenteil. Es sieht so aus, als ob wir um alles werden kämpfen müssen.“ Schon bei den vorbereitenden Arbeiten sei es zum Teil sehr laut geworden. Für den Abbruch der Treppe etwa hat das Abbruchunternehmen eine Steinfräse eingesetzt. Gegen die Staubbildung habe ein Arbeiter mit einem Schlauch Wasser gespritzt, „das hat überhaupt nichts gebracht“. Die Fräse sei so laut gewesen, dass man die Bauaufsicht eingeschaltet habe.

Das Gerät sei ausprobiert worden, bestätigt Abbruchunternehmer Robert Zeller, da unter der Treppe ein großer Betonklotz gewesen sei. Die Fräse werde aber nicht mehr zum Einsatz kommen.

Die BI kritisiert auch, dass zu wenig oder zu spät informiert werde. Das Kommunikationsunternehmen des Bauherrn hat zwar auf die Fräs-Arbeiten hingewiesen, „aber erst nachdem sie beendet waren“, sagt Arnold. Würde frühzeitig über laute Arbeiten informiert, könnten Urlaube danach ausgerichtet werden.

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