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In den Wasserspielen können Kinder toben und spielen.

Nordend

Neue Wellen für Frankfurter Günthersburgpark

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Das Sprühfeld im Frankfurter Günthersburgpark wird 2020 grundsaniert. In diesem Jahr gehen die Wasserspiele Mitte Mai in Betrieb.

Das Sprühfeld im Günthersburgpark ist in die Jahre gekommen. Immer wieder musste es in der Vergangenheit abgeschaltet werden, wenn die Filter die Wassergrenzwerte nicht mehr garantieren konnten. Die Stadt möchte die Wasserspiele deshalb im kommenden Jahr grundsanieren. 2019 werden sie wie gewohnt voraussichtlich Mitte Mai angeschaltet.

Die Sanierung soll im zweiten Quartal 2020 beginnen, sagt Simone Jacob vom Grünflächenamt. Bis zu den Sommermonaten soll der Wasserspielplatz wieder in Betrieb sein. Bis dahin werde vor allem die Technik überholt und ausgetauscht. Am Äußeren werde „nichts Grundlegendes“ geändert, sagt Jacob. Das vom Künstler Reiner Uhl entworfene Sprühfeld „Am Strand“ stehe wie der gesamte Park unter Denkmalschutz. Die drei wie „Wellen“ anmutenden Elemente in der Mitte der Anlage müssten dennoch abgerissen werden. Sie sollen jedoch in der selben Gestalt neugebaut werden. „Das wird wieder genauso aussehen wie vorher.“ Die fünf Steinfiguren, wie die „Dame mit Schwimmring“ und der „Mann mit Luftmatratze“, am Rand der Anlage werden laut Jacob nicht abgebrochen.

Die Wasserspiele sind mehr als 30 Jahre alt und müssen dringend überholt werden. So werde etwa der komplette Bodenbelag ausgetauscht, sagt Jacob. Derzeit bestehe dieser aus porösen Platten, die vor allem an heißen Tagen mit vielen Besuchern zu einer Keimanreicherung im Wasserkreislauf führten. Im laufenden Betrieb könne die überalterte Filtertechnik das Mehr an Keimen nur bedingt reduzieren. Die vom Gesundheitsamt geforderten Grenzwerte könnten deshalb oftmals nicht eingehalten werden, sagt Jacob. Immer wieder musste die Anlage in den vergangenen Jahren abgeschaltet und intensiv gereinigt und desinfiziert werden, um den Betrieb für den nächsten Tag gewährleisten zu können.

Für Kinder im Nordend sind die Wasserspiele im Günthersburgpark sehr wichtig

Künftig soll das Sprühfeld einen „durchgehenden“ Belag erhalten, der das verhindere. Zudem werden die Pumpensysteme und die Filteranlagen erneuert, um das Wasser besser aufbereiten zu können, sagt Simone Jacob. Derzeit liefe die Vorplanung, „wir klären die Grundlagen“. Bislang sei noch kein Architekt gefunden. Auch fehle eine Firma, die Zeit für das Vorhaben habe.

Die Kinderbeauftragte fürs Nordend, Ulrike Grzimek, hofft, dass es im Günthersburgpark möglichst bald losgeht. Bereits seit zwei Jahren setzte sie sich dafür ein, dass das Sprühfeld saniert wird. Dieses falle immer wieder aus. Dabei sei es einer der zentralen Freizeitbereiche im Stadtteil. Das habe auch ihr Kinderrechtecheck bestätigt, sagt Grzimek. In der Umfrage hätten Mädchen und Jungen gesagt, dass die Anlage für sie besonders wichtig sei. Mehrere Wasserspiele habe die Stadt bereits saniert, „jetzt ist das Nordend an der Reihe“.

Nach Grzimeks Ansicht müsste die Wasserspiele zudem künftig früher angeschaltet werden. Dafür hatte sich auch der Ortsbeirat 3 ausgesprochen. Das wäre vor allem für die Kinder von Schulen und Kitas wünschenswert, damit diese im Sommer schon vormittags im Wasser toben können, so die Kinderbeauftragte. „Die Schwimmbäder sind zu weit entfernt.“ Die Stadt hatte den Wunsch jedoch abgelehnt. Werde das Sprühfeld länger genutzt, sei mit mehr Störungen zu rechnen.

Die anstehenden Arbeiten sind nicht die ersten. In den Jahren 2013 bis 2018 hat das Grünflächenamt mehr als 150 000 Euro in den Betrieb und die Instandsetzung investiert, um die Nutzung der veralteten Anlage sicher zu stellen. Anfang 2017 installierte die Stadt eine zusätzliche Hauptpumpe als zusätzliche Sicherheit in das Filtersystem. Wie viel die neue Sanierung kosten wird, steht laut Amt noch nicht fest.

Lesen Sie dazu: Warten auf die Wasserspiele im Süden Frankfurts

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