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Neue Toiletten für Bethmannpark

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Benjamin Scheffler von der FES Geschäftsführung und Dezernentin Sylvia Weber für Bildung, Immobilien und Neues Bauen bekommen von Peter Colbrelli von der Schweizer Firma Fierz die neue Toilettenanlage im Bethmannpark erklärt.
Benjamin Scheffler von der FES Geschäftsführung und Dezernentin Sylvia Weber für Bildung, Immobilien und Neues Bauen bekommen von Peter Colbrelli von der Schweizer Firma Fierz die neue Toilettenanlage im Bethmannpark erklärt. © Monika Müller

Bewährt sich die öffentliche Anlage, könnte sie im Rahmen des Toilettenkonzepts künftig stadtweit zum Einsatz kommen. Demnach soll es wenigstens 26 neue WC-Häuschen geben.

Im Bethmannpark ist neuerdings Knöpfedrücken im Holzhaus angesagt. Die Stadt hat in der Grünanlage eine neue, moderne öffentliche Toilette aufgestellt. Das Modell einer Schweizer Firma soll als Pilotprojekt fungieren. Bewährt es sich, könnte es dem städtischen Toilettenkonzept entsprechend künftig auch in anderen Stadtteilen montiert werden. Am gestrigen Montag wurde die Anlage offiziell eröffnet.

Seitdem die Orangerie im Bethmannpark vor Jahren modernisiert wurde, konnten Parkbesucher:innen nur Dixi-Klos oder zuletzt einen Container aufsuchen – was vor allem bei Familien und älteren Menschen auf Unmut gestoßen ist. Jetzt hat das Amt für Bau und Immobilien (ABI) in Abstimmung mit der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) und dem Ortsbeirat 3 die neue Anlage von der Planung bis zur Umsetzung in einem Jahr auf den Weg gebracht. Die FES wird sie betreiben und dreimal täglich reinigen.

Für Immobilien-Dezernentin Sylvia Weber (SPD) sind die beiden neue Unisex-Toiletten, von der eine barrierefrei zugänglich und mit einem Wickeltisch ausstaffiert ist, ein „freudiges Ereignis“. Einerseits, weil dadurch die Aufenthaltsqualität im Bethmannpark gesteigert werde. Anderseits, da das „Toilettenkonzept für die Stadt Fahrt auf- und Gestalt annimmt“. Noch fehle der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung. Sobald dieser vorliege, sollen stadtweit fünf Anlagen saniert und wenigstens 26 neue aufgestellt werden - so sie sich bis dahin bewährt haben, die Kabinen der Schweizer Firma Fierz.

Die Anlage im Bethmannpark ist in Modulbauweise errichtet worden und von außen mit Lärchenholz verkleidet. Dieses werde in den kommenden Jahren nachdunkeln und sich dem Gesamtbild des Parks anpassen, sagt Weber. Aus diesem Grund habe auch das Denkmalamt sein Okay gegeben. Das Innere ist komplett aus Edelstahl, wodurch es leichter zu reinigen, sowie geruchs- und schmutzabweisend sei, erläutert Fierz-Geschäftsführer Peter Colbrelli.

Sämtliche Funktionen werden über in der Wand eingelassene Knöpfe betätigt, die möglichst wenig Angriffsfläche für Vandalismus bieten sollen. Auch die Kloschüssel ist entsprechend robust konstruiert. Die Anschaffungskosten wollten weder Weber noch Benjamin Scheffler nennen. Sie lägen aber über denen bisheriger Anlagen, so der FES-Geschäftsführer. Allerdings sei mit deutlich weniger Wartungskosten zu rechnen. Die Lebensdauer soll bei 20 bis 30 Jahren liegen. Im Toilettenkonzept sei bislang mit maximal 15 Jahren kalkuliert worden, so Weber.

Die Grünanlagen würden immer stärker genutzt, sagt Heike Appel, Leiterin des Grünflächenamts, Für viele seien sie „zum Wohnzimmer geworden“. Bei Umfragen werde stets angegeben, dass Toiletten fehlten.

Geöffnet ist die Anlage am nördlichen Ausgang analog zum Bethmannpark, wochentags ab 7, am Wochenende ab 10 Uhr – bis Einbruch der Dunkelheit. Lediglich die kleine Kabine kann kostenlos genutzt werden. Für die größere werden 50 Cent fällig. Laut Stadträtin Weber diene das der Sauberkeit und als Schutz vor Vandalismus. „Wer mit Kindern geht, der will keinen Schmutz haben.“ Menschen mit Behinderung können die Türe mit einem sogenannten Euroschlüssel kostenlos öffnen.

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