Margit Martin-Marx auf der Berger Straße. In einem Pilotprojekt sorgt sie dafür, dass „Kümmerer“ sich auf der beliebten Straße aufhalten.
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Margit Martin-Marx kümmert sich seit eineinhalb Jahren um die obere Berger Straße. Jetzt soll ihr Pilotprojekt auch auf den unteren Teil der Berger ausgeweitet werden.

Frankfurter Nordend

In Bornheim sind „Kümmerer“ unterwegs

  • Boris Schlepper
    vonBoris Schlepper
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Die Stadt und der Ortsbeirat wollen mehr Freiwillige einsetzen, die die Einkaufsmeile in Bornheim und Nordend aufwerten. Die Aufgaben der „Kümmerer“ sind vielfältig.

  • Auf der oberen Berger Straße sind sogenannte „Kümmerer“ unterwegs.
  • Ihr Einsatz hilft dem Einzelhandel und verschönert die Berger Straße.
  • Durch den Erfolg des Pilotprojektes soll ihr Einsatzgebiet erweitert werden.

Frankfurt Bornheim – Ein oder zwei Kümmerinnen oder Kümmerer könnte künftig für die ganze Berger Straße zuständig sein. Das Wirtschaftsdezernat möchte das Pilotprojekt auf die gesamte Einkaufsmeile ausweiten. Derzeit gibt es dieses nur auf dem oberen Abschnitt in Bornheim. Künftig soll es bis zum Bethmannpark gelten.

Seit etwa anderthalb Jahren sorgt Margit Martin-Marx im Auftrag des Gewerbevereins Bornheim Mitte dafür, dass die obere Berger Straße attraktiver wird. Sie macht Kontrollgänge, meldet illegale Müllhaufen, Schmierereien und Gefahrenstellen. Und sie hilft Einzelhändler sich zu vernetzen. Im März endet das zunächst auf zwei Jahre festgelegte Pilotprojekt, das der Gewerbeverein mit Unterstützung des Wirtschaftsdezernats und in Kooperation mit der GmbH „Lust auf besser leben“ organisiert.

Die Sitzung

Der Ortsbeirat 3 trifft sich am heutigen Donnerstag, 24. September 2020, 19.30 Uhr, im Bürgerhaus Bornheim, Arnsburger Straße 24, Großer Saal. Wegen der Corona-Pandemie ist der Platz begrenzt. Gäste sind verpflichtet, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. In der Sitzung wird zudem der Wettbewerb „Campussign“ vorgestellt. Studierende werden die vier Entwürfe für mögliche Aussichtstürme an der Campusmeile erläutern. Der Sieger wird im Anschluss prämiert. bos

Das Projekt „Zentrenkümmerin“ auf der oberen Berger Straße laufe sehr gut, lobt Monika Selke-Krüger vom Wirtschaftsdezernat. „Wir beabsichtigen, es fortzusetzen.“ In Zukunft könnte die gesamte Straße berücksichtigt werden. Wie viele Zuständige es geben soll, stehe nicht fest. Wichtig sei, dass es Räume und Freiwillige gibt. Diese müssten sich nicht nur auskennen, sondern im Viertel „akzeptiert sein“. Zudem müsse die Finanzierung geklärt werden. Das Dezernat könne nur einen Zuschuss geben. Martin-Marx will ihre Arbeit weitermachen, wenn sie in Bornheim fortgesetzt wird, sagt sie. „Es täte auch der unteren Berger gut, wenn es dort einen Hauptamtlichen geben könnte, der sich um die Straße kümmert.“

Auch in Bockenheim wird diskutiert, ob ein Kümmerer auf der Leipziger Straße eingesetzt werden kann.

„Kümmerer“ im Nordend: Stadt soll die Mittel zur Verfügung stellen

Diese Ansicht teilen die Fraktionen von Grüne, SPD, Linke und FDP im Ortsbeirat 3. In einem gemeinsamen Antrag bitten sie den Magistrat, einen „Zentrenkümmerer“ auf der untere Berger im Nordend einzuführen. Die Stadt soll dafür entsprechende Mittel zur Verfügung stellen. Dadurch könne der Einzelhandel und das Gewerbe vor Ort gestärkt und im direkten Kontakt nachhaltig unterstützt werden. Über die Vorlage berät das Gremium in seiner Sitzung am heutigen Donnerstag.

Es regt an, die Strukturen des beim Gewerbeverein Bornheim angesiedelten Projektes zu nutzen. Die Kümmerin oder der Kümmerer könne den Stadtteiltreff im früheren Merianbad nutzen. Zudem soll die Person die Interessengemeinschaft Untere Berger Straße und die Gewerbetreibenden unterstützen, Kooperationsstrukturen zum Ortsbeirat 3 aufbauen und Betrieben bei Fragen zu Digitalisierung und Online-Handel helfen.

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