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Die Günthersburgallee im Nordend vom Günthersburgpark aus gesehen in Richtung Alleenring.
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Die Günthersburgallee im Nordend vom Günthersburgpark aus gesehen in Richtung Alleenring.

N ordend

Mehr Flair für die Günthersburgallee

  • VonMatthias Bittner
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Der Mittelstreifen der Günthersburgallee im Nordend soll saniert werden. Von Plänen des Ortsbeirates, dort Hochbeete und Sportgeräte aufzustellen, hält die Nachbarschaft nichts. Sie wünschen sich das historische Flair des einstigen Prachtboulevards aus den 1860er Jahren zurück.

Tischtennisplatte, Fitnessgeräte, Schachbretter und Beete für Urban Gardening auf dem begrünten Mittelstreifen der denkmalgeschützten Günthersburgallee – von all dem hält Hartmut Schroth nichts. „Damit würde eine Nutzungsänderung einhergehen und den Charakter des Kulturdenkmals nachhaltig verändern“, sagt er stellvertretend für seine Mitstreiter:innen der Aktionsgemeinschaft Obere Günthersburgallee.

Entsprechende Pläne des Ortsbeirats 3 (Nordend) und des Grünflächenamtes lehnen die Anwohner:innen ab und fordern, diese in Absprache mit dem städtischen und hessischen Denkmalamt zu überarbeiten.

Sie möchten auch bei der anstehenden Sanierung des einstigen Prachtboulevards aus den 1860er Jahren mitreden. Bislang seien sie weder informiert und noch befragt worden. Aber: „Die historische Anlage muss behutsam und nahe am Originalzustand saniert werden“, so Schroth. Nur aus der Presse habe er habe er von dem Vorhaben erfahren. „Da hatte ich ein Déjà-vu“, sagt er. 2014 habe es schon einmal Bestrebungen für eine zeitweilige Zweckentfremdung der Günthersburgallee gegeben. Damals sollten für die Zeit der Sanierung der Merianschule Container mehrstöckig übereinander in der Straße aufgestellt werden. Daraufhin hatte sich die Aktionsgemeinschaft Günthersburgallee mit rund 70 Mitgliedern gegründet. Das Vorhaben konnte gestoppt werden, die Container für die Merianschule wurden auf dem ehemaligen Betriebshof des Grünflächenamtes am Rande des Günthersburgparks aufgestellt. „Das war eine gute Lösung“, findet Schroth.

Sportgeräte und Hochbeete könnten nach Ansicht der Aktionsgemeinschaft im geplanten nördlichen Erweiterungsteil des Günthersburgparks aufgestellt werden. Dieses Areal befinde sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur oberen Günthersburgallee und sei zu Fuß in fünf Minuten zu erreichen.

Dass die ramponierten Wege saniert, Krähen sichere Mülleimer aufgestellt und die Blumenwiese neu eingesät werden soll, begrüßen die Anwohner:innen. Zudem wünschen sie sich den Springbrunnen zurück, der einst in der Anlage sprudelte. „Geld dafür könnte über eine Spendenaktion gesammelt werden“, sagt Claudia Prinz von der Aktionsgemeinschaft.

Schroth hat die Kritik der Aktionsgemeinschaft an Ortsvorsteherin Karin Guder (Grüne), die Mitglieder des Ortsbeirats und an die Denkmalbehörden geschickt. Laut Guder (Grüne) ist aber ohnehin noch nichts beschlossen, das Denkmalamt der Stadt prüfe noch, ob die Fitnessgeräte in der Günthersburgallee aufgestellt werden können. Eine abschließende Beurteilung sei noch nicht getroffen worden. Diese Auskunft habe Andrea Kroll (Grüne) auf Nachfrage im Grünflächenamt erhalten. Die Einwendungen der Aktionsgemeinschaft würden aber ernst genommen, verspricht Guder. Deren Mitglieder haben sich schon für die Januar-Sitzung des Ortsbeirates angekündigt und wollen ihre Kritik dann persönlich vortragen.

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