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Ende August wurde eine Fahrradgarage in der Ludwigshafener Straße 27 in Höchst aufgestellt.
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Ende August wurde eine Fahrradgarage in der Ludwigshafener Straße 27 in Höchst aufgestellt.

Nordend

Mehr Fahrrad-Garagen im Nordend

  • Boris Schlepper
    VonBoris Schlepper
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Die Grünen im Ortsbeirat 3 setzen sich für sichere Stellplätze für Fahrräder im Nordend ein. Die CDU sieht darin eine klare Benachteiligung für Autofahrerinnen und Autofahrer.

Mehr sichere Stellplätze für Fahrräder soll es nach dem Willen des Ortsbeirats 3 im Nordend geben. Das Gremium will deshalb Vertreter und Vertreterinnen der Stadt und des Allgemeinen Deutschen Fahrradverbands in eine der kommenden Sitzungen einladen, die über das Aufstellen von sogenannten Fahrradgaragen berichten. Dafür haben sich die Stadtteilpolitikerinnen und -politiker einem Antrag der Grünen folgend ausgesprochen.

Vor rund zwei Jahren hat die Stadt in der Hegelstraße eine erste Garage als Pilotprojekt aufgestellt. Die Nutzer und Nutzerinnen haben mit der Stadt einen Überlassungsvertrag abgeschlossen und für fünf Jahre einmalig 380 Euro gezahlt. Ende August ging eine zweite städtische Anlage in Höchst in Betrieb, die Anwohner:innen über den Ortsbeirat 6 beantragt hatten. Sie bezahlen dafür ebenso viel.

Auch im Nordend hätten sich bereits mehrere Interessierte gemeldet, heißt es in der Vorlage der Grünen. Der Ortsbeirat will sich deshalb dazu ein umfassendes Meinungsbild einholen. Überdachte, abschließbare Stellplätze für Räder würden im Stadtteil gebraucht, sagt Michael Mirsch von den Grünen. Es sollten jedoch nicht einzelne Hausgemeinschaften bedient werden, sondern Garagen sein, „die für alle zugänglich sind“. Der Vorrang müsse in der Nutzung durch möglichst umfangreiche Gruppen an Anwohnerinnen und Anwohnern liegen.

Sinnvoll wäre es, die Garagen möglichst wohnortnah aufzustellen, so Mirsch, wobei Gehwege „auf keinen Fall“ zugestellt werden sollen. Das sieht auch Manfred Zieran von Ökolinx so. „Die Bürgersteige müssen frei bleiben.“

Martina von Holst (Linke) befürwortete die Fahrradgaragen. Vor allem ältere Menschen könnten ihre E-Bikes nicht mehr täglich in den Keller tragen. Auch sei es keine Bevorzugung von Radfahrerinnen und Radfahrern. Im Vergleich zum Anwohnerparken seien die Boxen viel teurer.

Die CDU im Ortsbeirat lehnt den Vorstoß der Grünen ab. Das Konzept der Stadt überzeuge die Union nicht, sagt die Fraktionsvorsitzende Claudia Ehrhardt, da es Radfahrer:innen bevorzuge. Wer mit dem Auto unterwegs sei, müsste zum Teil weite Wege in Kauf nehmen, um einen Parkplatz zu finden, auch gebe es keine privaten Pkw-Garagen, die die Kommune bezuschusse. Die CDU plädiere für öffentliche Rad-Parkplätze etwa an Kreuzungen, nicht aber für private Boxen auf öffentlichem Raum.

Ähnlich sieht es Bertram Giebeler, der verkehrspolitische Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Frankfurt. Zwar seien die Garagen sinnvoll, um Räder vor Diebstahl zu schützen. Doch könnten sie „keine generelle Lösung für die große Menge“ darstellen. Schließlich handele es sich um eine Privatisierung des öffentlichen Raums. Wenn überdachte Abstellmöglichkeiten geschaffen werden, müssten diese vielmehr „für jedermann“ zugänglich sein.

Sinnvoller sei es, mehr Fahrradbügel zu montieren, „auch auf Kosten von Auto-Parkplätzen“, sagt Giebler. Für das sichere Unterbringen von Velos seien dagegen die Hauseigentümer und -eigentümerinnen gefordert. Diese müssten auf ihren eigenen Grundstücken entsprechende Möglichkeiten anbieten.

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