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Seit 2016 ist die Kita in Containern auf dem Werkstattgelände am Günthersburgpark ausgelagert. Bis Sommer 2022 muss sie das Areal räumen. Foto: Renate Hoyer
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Seit 2016 ist die Kita in Containern auf dem Werkstattgelände am Günthersburgpark ausgelagert. Bis Sommer 2022 muss sie das Areal räumen.

Nordend

Kita sucht Bleibe

  • Boris Schlepper
    vonBoris Schlepper
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Das Kinderzentrum Burgstraße im Frankfurter Nordend muss Mitte 2022 umziehen. Das Werkstattgelände im Norden des Günthersburgparks wird dann geräumt, um Platz für die Parkerweiterung zu machen.

Das Kinderzentrum Burgstraße sucht händeringend nach einer neuen Bleibe. Derzeit ist die Einrichtung in Containern auf dem Werkstattgelände des Grünflächenamtes nördlich des Günthersburgparks ausgelagert. Doch spätestens im Sommer 2022 muss der Kindergarten weichen.

Bereits seit der Auslagerung 2016 hoffe sie, ein neues Domizil zu finden, sagt Gabriele Bischoff, Betriebsleiterin von Kita Frankfurt. Damals musste die Einrichtung ihre Räume in der Merianschule an der Burgstraße verlassen, die die Stadt grundsanieren lässt. Da die Grundschule mehr Platz braucht, war von Anfang an klar, dass das Kinderzentrum nicht mehr zurück kann.

„Wir versuchen alles“, sagt Bischoff. Der städtische Eigenbetrieb habe etwa geprüft, ob bestehende Häuser ausgebaut oder erweitert werden könnten. Denn im Nordend stehe kein Bauplatz zur Verfügung. Im Stadtteil gebe es aber viele Mädchen und Jungen, „müssten wir schließen, ist das schlecht für die Kinder, die Eltern und das Viertel“.

Bischoff ist im Gespräch mit dem Grünflächenamt, ob es eine Fläche im Günthersburgpark oder einer anderen Anlage gibt, auf die sie temporär ausweichen könne. Aber der Park sei denkmalgeschützt, dort könne keine Auslagerung untergebracht werden, sagt die Leiterin des Grünflächenamts, Heike Appel. Auch andere Grünanlagen kämen nicht in Frage, sonst sei das „offen für jegliche Art von Bauanfragen“.

Park wird 2023 erweitert

Dass die drei Kindergartengruppen weiter in der Container bleiben können, sei bereits ein Entgegenkommen, so Appel. Ursprünglich habe es die Gestattung nur für die Merianschule gegeben. Da der Günthersburgpark ab 2023 nach Norden erweitert werden soll, muss das Kinderzentrum im Sommer 2022 weichen. „Dann müssen wir mit dem Abriss auf dem Werkstattsgelände beginnen“, so Appel. Sonst verzögere sich das Projekt.

Die Merianschule, die auch in Containern am Günthersburgpark ausgelagert war, konnte Ende vergangenen Jahres umziehen. Vor Weihnachten waren die Kisten in das sanierte Gebäude an der Burgstraße gebracht worden, berichtet Rektorin Brigitte Schulz. Die Ferien über hätte das Kollegium die Klassenzimmer eingeräumt. Die Schulleiterin ist froh, dass sie nach fast fünf Jahren wieder in ihr altes Haus konnte. „Es ist wunderschön geworden. Wir fühlen uns sehr wohl hier.“ Die Räume seien größer und heller als die Container, es gebe mehr Platz, so dass die Schule ihr Konzept als Ganztagsschule umsetzen könne.

Trotz der Freude: „Die Baustelle ist noch nicht abgeschlossen“, sagt Schulz. Elektriker seien wohl noch Monate im Haus zugange, wodurch die IT nicht richtig funktioniere. Im Hof werde voraussichtlich bis März gearbeitet. „Wir verbringen die Pausen in den Klassenräumen.“ Unbefriedigend sei, dass die Mensa erst im Februar voll funktioniere. Derzeit bringe der Koch für die Kinder täglich Lunchpakete.

Derzeit werde die Schule nur von rund 120 Mädchen und Jungen besucht. Die restlichen 180 Kinder blieben wegen Corona im Distanzunterricht.

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