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Der Pop-Up-Store von Ellen Wagner und Axel Rössler bleibt nur bis Ende des Jahres geöffnet. Foto: Monika Müller
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Der Pop-Up-Store von Ellen Wagner und Axel Rössler bleibt nur bis Ende des Jahres geöffnet.

Nordend

Kissenbezüge mit Brezelmuster

Ellen Wagner und Alex Rössner stellen Siebdrucke per Hand her. Ihre Ware verkaufen sie bis Ende des Jahres in einem Pop-Up-Store auf der Berger Straße.

Posterdrucke von abstrakten Tieren, Lampenschirme mit aufgeschnittenen Äpfeln und Kissenbezüge mit Brezelmustern – das sind nur einige der Produkte, die den engen Raum in der Berger Straße 56 ausfüllen. Dahinter stehen die beiden Kunstschaffenden Ellen Wagner und Alex Rössner, die 2014 das Label „Print Now – Riot Later“ gegründet haben.

„Manche bezeichnen unsere Arbeit als Retro. Ich verstehe das vor allem als Kompliment“, sagt Wagner. Denn was sie ausmache, sei vor allem die Handarbeit. „Die Haptik beim Siebdruck ist einfach eine ganz andere als beim Digitaldruck und es ist ein völlig anderes Gefühl, die Farben selbst anzumischen“, sagt Rössner. Ihre Spezialität ist der Siebdruck auf Meterware. Das Bedrucken von großen Textilien wie etwa Vorhängen, Tischdecken oder Kissenbezügen benötigt viel Platz und ist per Hand auch wirklich nur zu zweit machbar.

Wagner hat an der Hochschule für Gestaltung Offenbach Grafik-Design und Illustration studiert und Rössner hat langjährige Berufserfahrung im Bereich 3D und Motion Design. Zusammen leiteten die beiden fünf Jahre eine eigene Siebdruck-Werkstatt sowie eine Galerie in den USA, bevor es sie 2019 zurück nach Deutschland zog. Seitdem betreiben sie in Maintal eine Werkstatt – bisher allerdings ohne Verkaufsmöglichkeit vor Ort. „Die letzten zwei Jahre konnten wir unsere Drucke nur online verkaufen“, sagt Wagner. Und Messen, für die sie extra produziert hätten, seien teilweise nur zwei Wochen vorher abgesagt worden. „Unser Archiv platzt aus allen Nähten.“

Dem soll Abhilfe geschaffen werden. Ab kommender Woche können die beiden ihre Produkte auch vor Ort präsentieren und verkaufen. Der kleine Laden in der Berger Straße 56 wird allerdings nur bis Ende des Jahres bestehen bleiben, da er ab 2022 von einem Start-Up-Unternehmen gemietet wird.

Wagner und Rössler freuen sich dennoch über die Möglichkeit und setzen darauf, dass ihr Angebot gerade in der Vorweihnachtszeit gut ankommt. Danach wollen sie sich nach einem permanenten Verkaufsort umschauen. „Unser Traum wäre eine Art „gläserne Werkstatt“, also ein Laden, in dem uns die Leute bei der Arbeit über die Schulter schauen können“, sagt Wagner.

Passend zu Halloween bieten die beiden am heutigen Samstag, 30. Oktober, von 14 bis 16 Uhr eine Aktion zum Stoffbeutel-Bedrucken für Kinder an. Da das Ganze auf der Straße vor dem Laden stattfinden muss, fällt die Aktion bei schlechtem Wetter aus.

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