1. Startseite
  2. Frankfurt
  3. Nordend

Kein Radweg für den Sandweg

Erstellt:

Von: Matthias Bittner

Kommentare

Auf dem Sandweg wird es schnell eng für den Radverkehr.
Auf dem Sandweg wird es schnell eng für den Radverkehr. © Renate Hoyer

Die Stadt lehnt einen Radweg auf dem unteren Teil des Sandwegs ab. Zur Begründung heißt es, die Straße sei zu schmal dafür. Der Vorstoß kam vom Ortsbeirat. Seit Jahren bemüht sich das Stadtteilparlament, den viel befahrenen Sandweg für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie für den Radverkehr sicherer zu machen.

Ob zu schnell fahrende Autos stoppen, Parkplätze anders anordnen oder mehr Querungsmöglichkeiten zu schaffen: Der Ortsbeirat 3 (Nordend) setzt sich seit Jahren dafür ein, dass Fußgängerinnen und Fußgänger sowie der Radverkehr sicherer im Sandweg unterwegs sein können. Anregungen wie Begrünung oder Umwandlung in eine Fahrradstraße hatte der Magistrat bisher abgelehnt. Nun erteilt er auch dem jüngsten Vorstoß, einen Fahrradstreifen entgegen der Einbahnstraße zu markieren, eine klare Absage. Vor allem im unteren Teil des Sandwegs sei dafür kein Platz vorhanden. Zudem gebe es dringendere Vorhaben, die Mittel seien begrenzt.

Um einen Fahrradstreifen entgegen der Einbahnstraße markieren zu können, ist laut Magistrat eine Fahrbahnmindestbreite von fünf Metern erforderlich – nicht mit eingerechnet sind die Längsparkplätze am Fahrbahnrand. Im Verlauf des Sandwegs sei diese Breite jedoch an vielen Stellen nicht vorhanden. Auf Höhe der Hegelstraße etwa sei die Kreuzung nur vier Meter breit, an mehreren anderen Kreuzungen wie mit der Kantstraße seien die Fußgängerüberwege barrierefrei ausgebaut worden und zum Schutz von Fußgängern auf 4,50 Meter verschmälert worden.

Auf dem Abschnitt zwischen Baumweg und Kantstraße seien die Parkplätze zudem schräg angeordnet. Der Magistrat ist aber der Ansicht, dass eine Änderung der Parkregelung durch Beschilderung und Markierung auf diesem Abschnitt wahrscheinlich nicht akzeptiert würde.

„Das Schrägparken wie angeregt in Längsparken umzuwandeln und einen Radfahrstreifen in Gegenrichtung der Einbahnstraße zu markieren, erfordert daher den Umbau aller Knotenpunkte“, teilt er mit. Kurzfristig sei dies nicht zu realisieren, weil eine langfristige Umbaulösung für den unteren Abschnitt des Sandwegs im Zusammenhang mit der Unteren Berger Straße und den umliegenden Straßenzügen geplant werden müsste. Ohne dass der Verkehr reduziert wird und einige Parkplätze entfallen, sei eine Lösung nicht darstellbar. Aus Kapazitätsgründen sowie aufgrund konkurrierender Radverkehrsprojekte mit höherer Priorität könne eine Umgestaltung des Sandwegs aktuell nicht angegangen werden.

Offener zeigt sich der Magistrat gegenüber der Anregung, den Sandweg als „fahrradfreundliche Nebenstraße“ auszuweisen. In die entsprechende Maßnahmenliste könne die Route aufgenommen werden, mit schneller Umsetzung sei aber hierbei nicht zu rechnen.

Auch interessant

Kommentare