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Kein Handlungsbedarf für untere Günthersburgallee

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Von: Boris Schlepper

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An der Bornheimer Landstraße ist die Günthersburgallee ein Stück Spielstraße mit Halteverbot. Trotzdem parken dort Autos.
An der Bornheimer Landstraße ist die Günthersburgallee ein Stück Spielstraße mit Halteverbot. Trotzdem parken dort Autos. © Rolf Oeser

Das Straßenverkehrsamt hat auf dem Abschnitt zwischen Rothschildallee und Friedberger Platz kein erhöhtes Verkehrsaufkommen oder Raser und Raserinnen festgestellt. Anwohnende hatten beobachtet, dass viele die Strecke nutzten, um Staus auf der Friedberger Landstraße zu umgehen.

Die Stadt kann die Beschwerden der Anwohnenden der unteren Günthersburgallee nicht nachvollziehen. Im Abschnitt zwischen Rothschildallee und Friedberger Platz habe das Straßenverkehrsamt weder ein erhöhtes Verkehrsaufkommen noch Autos mit erhöhtem Tempo feststellen können, sagt Stefan Siefert vom Mobilitätsdezernat auf Anfrage. Die Behörde sehe daher „keinen dringlichen Handlungsbedarf“.

Anwohnende hatte beklagt, dass der Verkehr in dem unteren Abschnitt der Allee in den vergangenen Jahren massiv zugenommen habe. Seitdem große Teile der Friedberger Landstraße wegen der neuen, rot markierten Radwege nur noch einspurig sei, wichen viele Autofahrerinnen und -fahrer auf die Allee aus. Mitte Januar gab es deshalb einen Ortstermin mit Vertreter:innen des Ortsbeirats 3, des Amts für Straßenbau und Erschließung, der Polizei und des Straßenverkehrsamts (die FR berichtete).

Damals wurde diskutiert, eine Verkehrszählung vorzunehmen, um eine Basis für das weitere Vorgehen zu haben. Das Straßenverkehrsamt habe eine Zählung jedoch abgelehnt, so Lüdecke, da bei dem Ortstermin nur ein „minimales Verkehrsaufkommen“ zu verzeichnen gewesen sei. Ein Sachbearbeiter habe sich die Situation danach noch mehrfach vor Ort angeschaut und die Einschätzung bestätigt.

Aktiv wird die Stadt jedoch im Wendehammer direkt am Friedberger Platz, sagt Stefan Lüdecke. Da dieser immer wieder illegal zugeparkt werde, wodurch vor allem größere Autos und etwa die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr nicht mehr passieren könnten, habe das Straßenverkehrsamt dort ein Halteverbot verhängt; entsprechende Schilder sollen demnächst aufgestellt werden. Zudem ersetzt die Kommune fehlende Poller an der dortigen Grünanlage, um das Zuparken der Kurve zu erschweren.

Anwohner Andreas Söffing ist enttäuscht, dass die Stadt nur gegen die Falschparker vorgeht. Vor allem direkt am Friedberger Platz komme es immer wieder zu gefährlichen Situationen, hat er beobachtet, da viele Kinder den gepflasterten Abschnitt nicht als Straße wahrnähmen, und dort Autos mit erhöhtem Tempo unterwegs seien. „Da müsste dringend etwas geschehen.“

Schließlich sei die geänderte Verkehrssituation in der Günthersburgallee eine Konsequenz der Planung auf der Friedberger, so Söffing. „Da hat man bewusst in Kauf genommen, dass der Verkehr in die Seitenstraßen verdrängt wird.“ Viele führen vom Alleenring in die Günthersburgallee, um dann unterhalb des Friedberger Platzes auf die Friedberger zu stoßen – und somit alle Staus umfahren. „Wir brauchen ein Lösung“, sagt der Anwohner. „Die Gefahrensituation muss behoben werden.“

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