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Thomas Wehner und Lisa Muehlmann (rechts) wollen Hundewiesen im Anlagenring.

Nordend

Hundeauslaufflächen im Anlagenring

  • Boris Schlepper
    vonBoris Schlepper
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Es gibt eine Online-Petition für eingezäunte Wiesen. Mehr als 230 Menschen haben bereits unterschrieben.

Wenn Thomas Wehner mit Luna Gassi gehen möchte, fällt ihm das nicht leicht. Nur wenige Grünflächen gibt es in der Nähe seiner Wohnung im Nordend. Und überall muss er seine Hündin an die Leine nehmen. Bis in den Huthpark in Seckbach weicht er deshalb aus, wo Vierbeiner frei laufen dürfen. Oder in den Grüneburgpark im Westend. Dort gibt es die einzige eingezäunte Hundewiese Frankfurts.

Ein Unding, findet Wehner, der seit drei Monaten Hundebesitzer ist. Der Familienvater hat deshalb vor zwei Wochen eine Online-Petition gestartet, um für eingezäunte Auslaufflächen Stimmen zu sammeln. „Für eine Europastadt wie Frankfurt ist das längst überfällig“, sagt Wehner. Hundehalter:innen wollten auf Freilaufflächen ausweichen können, um ihre Hunde zu beschäftigen und ohne Leine rennen und mit anderen Tieren spielen zu lassen.

Nach Wehners Ansicht ist eine Fläche an der Eschenheimer Anlage zwischen Oeder Weg und Blumenstraße besonders geeignet. Dort spielten keine Kinder, auch werde der Rasen nicht als Liegewiese genutzt. Eine weitere Fläche sei im Anlagenring unterhalb des Bethmannparks, sagt Wehner, der die Aktion zusammen mit Hundehalterin Lisa Muehlmann initiiert hat. Wünschenswert seien aber Auslaufflächen in der ganzen Stadt.

Für die Hunde von großer Bedeutung

Der Bereich sollte umzäunt sein, damit Hunde nicht auf die Straße rennen können, sagt Wehner. Für die Stadt Frankfurt sei es nur ein kleiner Schritt, doch für die Hunde von großer Bedeutung, „um die Beziehung zwischen Mensch-Hund, Hund-Hund und auch Mensch-Mensch zu verbessern“. Durch gemeinschaftliches Spielen und den sozialen Umgang mit Artgenossen seien die Tiere ausgeglichener. „Und Hundehalter:innen können sich zudem untereinander austauschen und von den Erfahrungen anderer profitieren.“ Wehner ist überzeugt, dass auch Menschen ohne Hunde die Tiere gerne beobachten werden.

Fast 200 Personen haben die Petition bereits unterschrieben, die bis März läuft. Weitere 40 Unterschriften hat Wehner über Zettel an Kiosken gesammelt. Die Listen sollen dem Ortsbeirat 1 übergeben werden, in dessen Zuständigkeit der Anlagenring gehört.

Ortsvorsteher Oliver Strank (SPD) steht dem Vorschlag aufgeschlossen gegenüber. In der Innenstadt gebe es Bedarf für Auslaufflächen. Allerdings sei der Platz beschränkt, und auch andere wollten die Flächen im Anlagenring nutzen. Für Kinder etwa gebe es nur wenige Spielflächen. Deshalb sei es wichtig, sich die von der Initiative gewünschten Bereiche genau anzuschauen.

Auch das Grünflächenamt möchte sich noch nicht abschließend zu dem Vorschlag äußern. Darüber müsse in Abstimmung mit dem Ortsbeirat beraten werden, sagt Bernd Roser. Sollten Teile des Anlagenrings eingezäunt werden, würden sie der Öffentlichkeit entzogen, gibt der Abteilungsleiter zu bedenken.

Die Petition ist im Internet unter www.openpetition.de/hundewiesen zu finden.

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