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Hauptwache wird zur Partyzone

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Von: Boris Schlepper

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Seit Jahren schon wird auf den Plätzen wie dem Luisenplatz im Frankfurter Nordend gefeiert - oft bis spät in die Nacht.
Seit Jahren schon wird auf den Plätzen wie dem Luisenplatz im Frankfurter Nordend gefeiert – oft bis spät in die Nacht. © Rolf Oeser

Mit einer Innenstadt-Ausweichfläche will Frankfurt die von Partys geplagten Plätze im Nordend entlasten. Auch das Museum of Modern Electronic Music macht mit.

Frankfurt – An der Hauptwache soll vom kommenden Freitag an regelmäßig gefeiert werden. Einem Konzept von Ordnungsdezernentin Annette Rinn (FDP) zufolge plant die Stadt, die Fläche mit Foodtrucks, Ständen und Musik des neuen Museum of Modern Electronic Music (Momen) für Ausgehfreudige attraktiv zu machen, um den ausufernden nächtlichen Feiern auf den Plätzen im Frankfurter Nordend etwas entgegenzusetzen.

Derzeit finden auf dem Luisen-, Matthias-Beltz-, Merian- und Friedberger Platz vor allem freitags bis spät in die Nacht oft lautstarke Partys zum Leidwesen der Anwohnerinnen und Anwohner statt. „Wir wollen, dass die Menschen gegen 22 Uhr den geordneten Rückzug antreten“, sagt Rinn, „und möglichst ihren Müll gleich mitnehmen.“ Dann sollten sie auf der Hauptwache weiterfeiern können, „damit die Menschen im Nordend auch einmal Ruhe finden können“, sagt die Stadträtin.

Neue Partyzone an Frankfurts Hauptwache wurde am runden Tisch verhandelt

Auf die Ausweichfläche in der Innenstadt soll durch Plakate und Flyer hingewiesen werden. Am Freitag will Rinn persönlich im Nordend vor Ort sein und mit Vertreterinnen und Vertretern des Dezernats, des Ortsbeirats 3 und der Bürgerinitiativen auf das neue Angebot hinweisen.

„Nachtschicht Hauptwache“ heißt das Projekt, das Ergebnis der Verhandlungen eines runden Tisches ist, an dem sich Anwohner:innen, Polizei, FES, Sportjugend, Gastronomie, die Stabsstelle „Sauberes Frankfurt“ sowie Vertreter und Vertreterinnen verschiedener Behörden und der Ortsbeirat beteiligt haben.

Partyzone in der Innenstadt soll Frankfurts Nordend entlasten

Im Nordend wird seit Jahren gefeiert, worüber sich Anwohner:innen beschweren. Am Friedberger Platz klagen Anlieger:innen, dass ihre Vorgärten als Toiletten missbraucht würden und das Areal meist mit Müll übersät sei.

Seitdem jedoch die Stadtpolizei die Feiernden gegen 22 Uhr auffordert zu gehen und das Areal gleichzeitig lautstark gesäubert wird, wandern viele auf die anderen Plätze im Nordend aus. (Boris Schlepper)

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