Bis November hatte das Mädchenkulturzentrum sein Domizil in der Gaußstraße. Foto: Michael Schick
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Bis November hatte das Mädchenkulturzentrum sein Domizil in der Gaußstraße. 

Bornheim/Nordend

Frankfurt-Nordend: Übergangslösung für Mafalda

  • Boris Schlepper
    vonBoris Schlepper
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Mädchenkulturzentrum öffnet neue temporärer Bleibe an der Höhenstraße. Bis August soll das eigentliche Domizil fertiggestellt werden.

Das Mädchenkulturzentrum Mafalda öffnet in der kommenden Woche Mittwoch sein Jugendhaus in der Höhenstraße 18. Es ist nur eine Übergangslösung, da sich die Fertigstellung der eigentlichen neuen Bleibe verzögert. Diese wird voraussichtlich erst im August bezogen werden können, sagt Leiterin Meike Helmbrecht.

Seit November ist das Kulturzentrum des Trägervereins Junularo ohne Zentrum. Der Eigentümer hatte der Einrichtung in der Gaußstraße gekündigt. Das Gebäude im Hinterhof soll einem Neubau mit Mietwohnungen Platz machen. Mafalda hat bereits Ersatz gefunden. Das Büro ist seit Dezember an der Höhenstraße 23 untergebracht. Dort finden derzeit die Beratungsangebote, Nachhilfe und die Herzsprechstunde statt.

Im Nachbarhaus wird eine neues Zuhause für die Einrichtung geschaffen, die durchschnittlich von 30 Mädchen und jungen Frauen regelmäßig besucht wird, sagt Helmbrecht. Doch da das Haus alt ist, verzögerten sich die Arbeiten. Derzeit müssten die Räume trockengelegt werden. Ursprünglich war die Eröffnung für März geplant.

In den vergangenen Monaten hieß es „Mafalda mobil“. Auf dem Programm standen Ausflüge, die Mitarbeiterinnen trafen sich mit den Mädchen in der Herderschule und in Cafés. „Das ist aber etwas ganz anderes als ein Jugendzentrum, wo sich die Mädchen in einer Ecke zusammenhocken und quatschen können“, sagt Helmbrecht. „Wir brauchen dringend einen Raum.“

Diesen hat die Leiterin rein zufällig gefunden. Sie habe beobachtet, wie auf der anderen Straßenseite des Büros Leute aus einer Fahrschule Möbel auf die Straße schleppten. Inzwischen hat Mafalda einen Mietvertrag abgeschlossen und die Wände gestrichen. Noch ist der 60 Quadratmeter große Raum nicht fertig eingerichtet. „Das wollen wir mit den Mädchen zusammenmachen.“ Auch fehlen ein Sofa, Stehlampen und eine Mikrowelle. „Wir hoffen, dass uns da jemand aus dem Stadtteil etwas spenden kann.“

Bis August läuft der Vertrag. Dann hofft Meike Helmbrecht in die neuen Bleibe in der Höhenstraße 25 umziehen zu können. Die Konversions-Grundstücksentwicklungs GmbH (KEG) habe Mafalda einen Vertrag über 20 Jahre angeboten. „Das kennen wir so gar nicht.“ In den vergangenen Jahren hatte das Kulturzentrum drei Umzüge. Am neuen Standort will Helmbrecht gerne lange bleiben: „Wenn es fertig ist, wird es traumhaft!“

Besonders freut sich das Team über den Innenhof und einen Garten, den das Mädchenzentrum mitnutzen kann. Denkbar sei, dort etwa Hochbeete anzulegen und mit den Mädchen zu gärtnern, sagt Helmbrecht. Auch werde es einen großen Bewegungsraum geben, der derzeit in einem alten Lager eingebaut wird. Geplant ist auch ein Computer-Raum, der gleichzeitig als Werkstatt genutzt werden soll.

Positiv sei zudem die Lage unmittelbar neben der Berger Straße und der U-Bahn-Station. Dadurch sei mit Laufkundschaft zu rechnen. Und da es so zentral ist, könnten die Mädchen auch im Winter noch problemlos kommen, „hier gibt es immer soziale Kontrolle“. Am alten Standort im Hinterhof in der Gaußstraße sei das anders gewesen. „Da sind manche gegangen, sobald es dunkel geworden ist.“

Mafaldaöffnet am Mittwoch, 4. März, 15 Uhr, seine Übergangsbleibe in der Höhenstraße 18. Geöffnet hat diese dienstags bis donnerstags von 14 bis 18 Uhr - mit Mittagstisch. Freitags ist von 15 bis 18 Uhr Projekttag. Kontakt: mafalda@junularo-ffm.de

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