Was aus dem Glaspavillon der ehemaligen Tomin-Videothek an der Berger Straße wird, ist offen. Die Grünfläche davor will die Stadt in naher Zukunft aufwerten.
+
Was aus dem Glaspavillon der ehemaligen Tomin-Videothek an der Berger Straße wird, ist offen. Die Grünfläche davor will die Stadt in naher Zukunft aufwerten.

Nordend

Frankfurt-Nordend: Pläne für Glaspavillon

  • Boris Schlepper
    vonBoris Schlepper
    schließen

Neuer Eigentümer übernimmt ehemalige Tomin-Videothek an der Berger Straße. Den Platz davor möchte die Stadt verschönern.

Die Tage der ehemaligen Tomin-Videothek an der Berger Straße sind anscheinend gezählt. Derzeit führt die Stadt Bauberatungsgespräche, teilt das Baudezernat auf Anfrage mit. Ein Bauantrag für die Liegenschaft liege aber noch nicht vor.

Vor sieben Jahren hat die Videothek in dem prominenten Glaspavillon geschlossen. Seitdem haben verschiedene Pop-up-Stores und Künstler das Gebäude temporär genutzt. Eigentümerin war zuletzt die Vesterra Wohnen GmbH. Vor fünf Jahren hat sie die Gewerbefläche von Investor Ardi Goldman übernommen. Inzwischen hat Vesterra das Gebäude weiterverkauft. Details dazu wollte sie nicht nennen.

Seit 2015 gibt es für die Liegenschaft eine positiv beschiedene Bauvoranfrage, teilt Mark Gellert vom Planungsdezernat mit. Demnach kann dort ein Wohn- und Geschäftshaus mit 21 Wohneinheiten und einer Schank- und Speisewirtschaft im Erdgeschoss errichtet werden. Planungsrechtlich sei das Vorhaben möglich, „genehmigt ist es noch nicht“.

Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Untere Berger Straße, Kaweh Nemati, würde es begrüßen, wenn das Glashaus weiterentwickelt wird. „Es wäre schön, wenn da etwas Endgültiges reinkommt und nicht nur ein neuer Pup-up-Store.“ Dafür sei das Gebäude zu schade. Selbst eine weitere Gastronomie würde er gutheißen, so Nemati, obwohl es an der Berger bereits genug Lokale geben. Doch wie das Gebäude genutzt werden soll, ist noch offen.

Klar ist dagegen, was aus dem kleinen Platz zwischen Berger und Musikantenweg wird. Nach Gesprächen mit dem Ortsbeirat 3 und dem Gewerbeverein hat das Grünflächenamt jetzt Pläne vorgelegt, wie das Areal im Frühjahr verschönert werden kann. Demnach wird die Eiben-Hecke, die die Grünfläche einrahmt, ergänzt, sagt Thorsten Leißner. „Dadurch wollen wir verhindern, dass das Grün als Hundeauslauf missbraucht wird.“ Der Rasen werde durch eine Blütenwiese aufgewertet. Im Herbst sollen dort noch Blumenzwiebeln gesetzt werden. Zusätzlich wird das Amt zwei Bänke aufstellen. Wegen der Baumwurzeln seien keine größeren Änderungen möglich.

Ortsvorsteherin Karin Guder begrüßt die Pläne. Das Grünflächenamt mache „das Beste aus einer unbefriedigenden Situation“. Dennoch sei es nur eine Reparaturmaßnahmen und müsse als „Zwischenlösung“ angesehen werden. Langfristig könnte aus dem Platz mehr werden. Bedauerlich sei, dass die Stadt erst vor kurzem gestattet hat, auf dem Platz eine Werbesäule aufzustellen.

Wichtig war dem Ortsbeirat, dass die Altkleider-Container an der Berger Straße entfernt werden. Das Deutsche Rote Kreuz hatte die Sammelstelle Ende Februar verlagert. Jetzt müssten noch die dortigen Glascontainer weichen. Das Stadtteilgremium will sie unter die Erde verlagern. Immer wieder hätten sich Bürger darüber beschwert, dass auch nachts Flaschen entsorgt werden, sagt die Ortsvorsteherin.

Einen entsprechenden Antrag lehnte der Magistrat Anfang Februar ab. Derzeit gebe es nur Geld für die Unterflurcontainer, die im Rahmen des Programmes „Schöneres Frankfurt“ geplant sind. Um zukünftig auch außerhalb davon Container einbuddeln zu können, fänden ämterübergreifende Abstimmungen mit der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) statt.

Auch Kaweh Nemati fordert, dass die Container verlagert werden. „Das ist ein sehr schöner Platz, da könnte man etwas Nettes draus machen.“ Die Aktion des Grünflächenamt sieht er als ein Kompromiss an. „Wir sind auf dem richtigen Weg.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare