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Die letzten Vorbereitungen laufen: Wirt Cherif Bouzenna vom Café im Günthersburgpark im Frankfurter Nordend will am Freitag wieder öffnen. 

Nordend

Café im Günthersburgpark öffnet

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Nach monatelanger Sanierung wagt das Wirte-Duo wieder einen ersten Probebetrieb im Günthersburgpark. Wegen Corona vorerst unter strengen Auflagen.

  • FrankfurtCafé im Günthersburgpark öffnet nach langer Sanierung
  • Brandstiftung sorgte für lange Zwangspause im Betrieb
  • Öffnung für Freitag mit Corona-Abstandsregeln geplant

Cherif Bouzenna ist etwas im Stress. Zeit für langes Reden hat er nicht, „ich muss zu den Handwerkern raus“. Raus, damit meint er das Café im Günthersburgpark, das am Freitag nach monatelanger Zwangspause endlich wieder geöffnet sein wird. Seit Ende vergangenen Jahres hat das kleine Lokal neben der Orangerie an der Comeniusstraße im Nordend geschlossen.

Unbekannte hatten im Oktober im Lager hinter dem Gebäude Feuer gelegt. Die Flammen und der Qualm beschädigten die meisten Möbel, mehrere technische Geräte und einen Teil der Inneneinrichtung. Das Grünflächenamt, das das Häuschen verwaltet, schätzte den durch die Brandstiftung entstandenen Gesamtschaden auf etwa 25.000 Euro.

Frankfurt: Corona-Ausbruch verlängerte Zwangspause von Café

Anfang des Jahres begann die Sanierung. Im April sollte der beliebte Treffpunkt neben dem Kinderspielplatz wieder aufmachen. Doch dann kam Corona. Dass Bouzenna und sein Kompagnon Christo Mintzas jetzt so plötzlich wieder Gäste bewirten dürfen, hat sie überrumpelt. „Das geht alles viel zu schnell“, sagt Bouzenna. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir so bald wieder öffnen können.“

Derzeit erledigten sie die letzten Arbeiten. Die gesamte Küche musste neu gefliest werden, „dann hat aber das Spülbecken nicht mehr gepasst“, sagt der Wirt. „Da haben wir ein Stück abschneiden müssen.“ In den öffentlichen Toiletten, die für alle Parkbesucher während der Öffnungszeiten des Cafés zugänglich sind, müsse noch die Decke gestrichen werden. Und Anfang der Woche hatte die Kaffeemaschine unerwartet einen Kurzschluss. Ein Techniker soll den Apparat wieder zum Laufen bringen, „sonst müssen wir eine neue besorgen“, sagt Bouzenna.

Corona-Zwangspause in Frankfurt: „Das ist ein Hin und Her“

Kaufen müssen sie auch noch Waffeln für das vor allem bei Kindern beliebte Eis. Wegen des Coronavirus habe es geheißen, es dürften keine verwendet werden, „da haben wir Becher bestellt“. Inzwischen seien die Hörnchen aus Teig aber wieder erlaubt: „Das ist ein Hin und Her“, sagt Bouzenna.

Das Wirte-Duo plant, am Freitag um 10 Uhr die Fensterklappen des weiß-blau gestrichenen Cafés zu öffnen. Eigentlich soll es alles geben, was sie auch im vergangenen Jahr geboten haben, also Kaffee, kalte Getränke, Eis sowie griechische Speisen wie Schafskäse oder weiße Bohnen, sagt Cherif Bouzenna, „wir bemühen uns.“ Wenn alles klappt, wird es bereits am morgigen Donnerstag eine erste Probeöffnung geben. Denn die Corona-Richtlinien müssen auch die Gastronomen im Park einhalten. Handschuhe und Mundschutz müssen sie tragen. Stühle und Tische werden nur wenige aufgestellt, die Speisen sollen nicht über die Fenster ausgegeben werden, sondern auf einem Tisch neben dem Gebäude zum Abholen bereitgestellt - sobald die Wirte die kleine Glocke läuten.

„Wir hoffen, dass sich die Besucher an die Abstandsregeln halten“, sagt Bouzenna. Vor allem Menschenansammlungen vor dem Kiosk dürfe es nicht geben.

Boris Schlepper

In Hessen gibt es immer mehr Lockerungen der Corona-Regeln. Trotzdem bleiben viele Bars, Restaurants und Kneipen dicht.

Live-Musik hören von Bands, die auf der Bühne stehen, das war lange nicht möglich. Beim ersten Drive-in-Festival in Frankfurt-Fechenheim ist das erlaubt. Am Freitag, 22., und Samstag, 23. Mai, wird auf dem Allessa-Parkplatz an der Brauerei zur Mainkur gefeiert.

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