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So soll der geplante Neubau hinter dem Glauburgplatz von der Lortzingstraße aus aussehen.
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So soll der geplante Neubau hinter dem Glauburgplatz in Frankfurt von der Lortzingstraße aus aussehen.

Architektur

Umstrittener Abriss des Glauburgbunkers im Frankfurter Nordend steht bevor

  • vonMatthias Bittner
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  • Boris Schlepper
    Boris Schlepper
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Der umstrittene Abbruch an dem Glauburgbunker aus dem Zweiten Weltkrieg in Frankfurt soll noch im ersten Quartal 2021 beginnen. Damit hat er sich enorm verzögert.

Frankfurt – Der Abriss des Glauburgbunkers soll im ersten Quartal des kommenden Jahres beginnen. Das teilt ein Sprecher des Bauherrn auf Anfrage mit. Damit verzögern sich die Arbeiten um ein ganzes Jahr. Ursprünglich hätte der Betonkoloss am Glauburgplatz in Frankfurt bereits im Januar 2020 abgebrochen werden sollen. Der Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg soll einem Wohngebäude weichen.

Glauburgbunker in Frankfurt: Projekt verzögert sich

Warum sich das umstrittene Projekt verzögert, dazu wollte sich weder Dominic Reinemer, der Geschäftsführer der Delom Wohnbau GmbH, noch sein Sprecher Michael Sahm äußern. Auch auf die Fragen, ob das Datum der Abbrucharbeiten präzisieren werden kann, wie die Lärmschutzmaßnahmen nach dem aktuellen Stand aussehen und ob noch eine Info-Veranstaltung vorgesehen ist – etwa im Ortsbeirat –, gab es keinen Kommentar. Auf der Homepage wünscht die Baustellenkommunikation lediglich eine schöne Weihnachtszeit sowie ein gutes und ein gesundes neues Jahr.

Und so wird weiter spekuliert im Stadtteil. Dass sich der Bauherr übernommen hat. Dass sich das im Stadtteil umstrittene Bauprojekt verzögert. Von drei Jahren ist die Rede. „Das kann ich nicht bestätigen“, sagt Simone Zapke, Leiterin der städtischen Bauaufsicht. Es gebe zwar eine Abrissgenehmigung, aber noch keine Baubeginnanzeige. Wann der Bauherr loslege, darauf habe die Bauaufsicht keinen Einfluss.

Dafür darf der Ortsbeirat bei der künftigen Nutzung des Erdgeschosses im Neubau mitreden. Der Investor muss die Räume zehn Jahre für einen verbilligten Preis an einen sozialen Träger vermieten. Eine Vereinbarung mit der Stadt Frankfurt verpflichtet ihn dazu. Laut Ortsvorsteherin Karin Guder (Grüne) gibt es acht Bewerbungen. Für Ende Oktober seien im Kulturdezernat erste Gespräche geplant gewesen, dann coronabedingt auf März 2021 vertagt worden. Aber: „Weil das Projekt nicht vorwärtskommt, haben die Bewerber lange keine Planungssicherheit“, sagt die Ortsvorsteherin. Auch deshalb wünscht sie sich eine schnelle Lösung.

Sprengung des Glauburgbunkers in Frankfurt: Strittiges Abrisskonzept

Darauf hofft auch Claudia Ehrhardt, CDU-Vorsitzende im Ortsbeirat 3. „Es ist nicht sinnvoll, wenn das Gebäude leer steht. Und wir möchten nicht, dass das Projekt nochmals ausgeschrieben werden muss“, sagt sie. Vom Investor verlangt sie eine „offene Kommunikation“. Sie habe erwartet, dass das strittige Abrisskonzept nochmals im Ortsbeirat präsentiert worden wäre. Die Bürgerinitiative gegen den Abriss des Glauburgbunkers hatte vehement mehr Lärmschutz eingefordert. Während der Abbruchphase sollen bis zu sechs Lastwagen täglich durch die Lortzing- und Schwarzburgstraße in Frankfurt fahren; 6000 Kubikmeter Bauschutt sind abzutransportieren.

Dass kleinere Sprengungen, etwa zum Abtragen der Decken, erforderlich sind, schockte Nachbarn in einer Infoveranstaltung. Das sei vor allem der benachbarten Schwarzburgschule und der Kita nicht zuzumuten. Eine sieben Meter hohe Lärmschutzwand aus übereinander gestapelten Containern sowie spezielle Lärmschutz-Wände seien nicht ausreichend. Die BI und Eltern der Grundschüler verlangten, dass die Schwarzburgschule während der Abrissarbeiten ausgelagert wird. Das sei nicht nötig, hatte das Baudezernat mitgeteilt. Bauaufsicht und Investor gingen davon aus, dass der Lärmschutz eingehalten werde.

Glauburgbunker in Frankfurt: Ortsbeirat fordert Schutz für Menschen

Der Ortsbeirat hatte stets den bestmöglichen Schutz für Anwohner und Grundschüler gefordert. Dass das Projekt jetzt nicht richtig vorwärtskommt, bedauert der SPD-Fraktionsvorsitzende Rüdiger Koch. Das Stadtteilparlament habe sich seit vielen Jahren für Versammlungsräume im Frankfurter Nordend eingesetzt, weil ein Bürgerhaus im Stadtteil fehle. So kurz vor der Ziellinie jetzt ausgebremst zu werden, sei bitter. (Matthias Bittner und Boris Schlepper) Informationen zum Bauprojekt unter www.baustelle-lortzingstrasse.de

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