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Frankfurt: Mehr Platz für Forschung

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Die Frankfurt University of Applied Sciences hat jetzt Flächen an der Hungener Straße im Nordend gemietet. Dort soll eine Anlaufstelle für Berufstätige entstehen, die sich wissenschaftlich fortbilden wollen.

Die Frankfurt University of Applied Sciences, die auf ihrem Campus am Nibelungenplatz im Nordend unter großer Raumnot leidet, kann weiter wachsen. Die Hochschule mit mehr als 15 500 Studierenden hat jetzt mehr als 10 000 Quadratmeter große Flächen im nahe gelegenen früheren Gebäudekomplex der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) an der Hungener Straße gemietet. Der Vertrag mit dem neuen Eigentümer der Immobilie, dem Frankfurter Projektentwickler Max Baum, läuft über zehn Jahre.

Hochschulpräsident Frank Dievernich bezeichnet die Anmietung der Flächen östlich der Friedberger Landstraße und die parallel laufenden Baumaßnahmen auf dem eigenen Areal als „Meilenstein in der Geschichte unserer Hochschule“. Schon jetzt gehöre die Frankfurt University zu den größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Deutschland. „Mit diesem Schritt werden wir nun für Lehre, Forschung und Weiterbildung die idealen Rahmenbedingungen schaffen, um die Spitzenposition weiter auszubauen.“ In zehn Jahren werde die Hochschule auch räumlich zu den modernsten Deutschlands gehören, sagte Dievernich.

Auf dem Areal an der Hungener Straße will die Hochschule für angewandte Wissenschaften Interimsflächen schaffen, die sie während der laufenden und der noch geplanten Arbeiten auf ihrem Campus benötigt. So soll etwa ein großer Teil der Ingenieurwissenschaften vorübergehend ein dreigeschossiges Gebäudeteil mit rund 5900 Quadratmetern Fläche nutzen, bevor der Fachbereich neue Räume auf dem Campus beziehen kann. Etagen des Hochhauses sollen für einen kürzeren Zeitraum als Ersatz für Flächen dienen, die nach dem Brand des Hauptgebäudes noch nicht zur Verfügung stehen.

Die Hochschule will an der Hungener Straße aber auch Räume für die nach eigenen Angaben stark zunehmenden Aktivitäten in der Forschung und Weiterbildung schaffen. So plant sie, in einem fünfstöckigen Gebäude mit 4400 Quadratmetern das neue „House of Science and Transfer“ einzurichten. Dieses Zentrum für interdisziplinäre und anwendungsorientierte Forschung und deren Transfer soll eine Anlaufstelle für Berufstätige werden, die sich wissenschaftlich fortbilden wollen. Die Hochschule sei zudem mit der Stadt in Gesprächen über studentisches Wohnen in dem Gebiet, sagte Dievernich.

In den vergangenen Monaten war über einen Abriss des Bürohochhauses am Rand der geplanten Günthersburghöfe oder dessen Umwandlung spekuliert worden. Der neue Eigentümer plant dagegen, wie er am Montag versicherte, die Flächen weiter als Büros zu vermieten. Das Hochhaus sei in einem sehr guten Zustand, sagte Max Baum. Derzeit stünden zwölf Etagen mit einer Geschossgröße von je 350 Quadratmetern zur Anmietung zur Verfügung. Diese Größe sei ideal für wissenschaftsaffine Unternehmen oder Spin-offs der Hochschule.

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