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Frankfurt: Laubsammeln in der Rotlintstraße

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Von: Boris Schlepper

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Eine Anwohnerinitiative will den Grünstreifen in der obereren Rotlintstraße im Nordend aufwerten. Sie ruft für Samstag zu einer Aktion auf.

Blumen- und Pflanzbeete, ein neuer Wegeverlauf, mehr Mülltonnen und Radständer. Der Grünstreifen auf der oberen Rotlintstraße könnte ihn naher Zukunft aufgewertet werden. Das Grünflächenamt und eine Bezirksgärtnerei haben sich vor kurzem mit der Anwohnerinitiative getroffen, die den Abschnitt verschönern will, berichtet Mirjam Kremer, die die Gruppe ins Leben gerufen hat.

Ziel der Initiative ist es, den Grünstreifen samt der dortigen Kastanien zu pflegen und einen Begegnungsort vor der Haustür zu schaffen. Schon jetzt gießen sie die Bäume und sammeln regelmäßig Müll auf. Doch das reicht den Mitgliedern nicht. In einer Skizze haben sie aufgezeichnet, wie sie sich das Areal wünschen, erläutert Kremer. „Wo Rundbeete entstehen können oder Freibeete für Hortkinder.“

Mit den Grünflächenamt und der Gärtnerei seien die Ideen vor Ort besprochen worden, sagt die Initiatorin. Auch, dass etwa der Weg in der Anlage neu angelegt werden könnte, damit niemand mehr über die Wurzeln der Bäume läuft, denen es nach Ansicht der Initiative äußerst schlecht geht. Ebenso seien Standorte für Radständer und zusätzliche Abfalleimer besprochen worden.

Die derzeitigen reichten nicht aus, so dass Kremer und ihre Mitstreiter:innen bereits eigene Tonnen aufgestellt haben. „Da passiert gerade sehr viel.“ Der Gärtner mache nun eine neue Übersicht und Kalkulation. Dann werde geklärt, was davon die Stadt übernehmen kann, so Kremer. Die Differenz müsse sie indes über Fördertöpfe selbst organisieren, bei denen sie sich bewerben wolle. Sie sei jedoch optimistisch, dass sie fündig werde.

300 Euro Zuschuss

300 Euro Zuschuss hat die Initiative vom Ortsbeirat 3 (Nordend) erhalten. Die Anwohner:innen wollen das Geld vor allem für Vogelhäuser ausgeben, so Kremer. Sie habe mit dem Nabu Kontakt aufgenommen, um sich professionellen Rat zu holen.

Damit die Vögel, die die neuen Häuschen zum Brüten nutzen sollen, genügend Insekten zum Fressen finden, lädt die Gruppe für Samstag zu einem Laubsammeltag ein. Das Grünflächenamt habe der Initiative das Okay gegeben, dass die Blätter nicht mehr mit dem Laubbläser weggeblasen, sondern von den Anwohnenden zusammengerecht werden können.

„Laubbläser zerstören die obere Erdschicht und blasen neben Blättern auch Würmer, Insekten, andere Kleintiere und Pflanzensamen weg“, erklärt Kremer. Die Geräte mit Verbrennungsmotoren seien zudem laut und stießen gesundheitsschädliche Abgase aus.

Laub wird am Samstag, 22. Oktober, um 17 Uhr gesammelt. Wer mitmachen möchte, kann zur Rotlintstraße 81 kommen. Für Helferinnen und Helfer gibt es Glühwein und Kinderpunsch.

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