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Nordend

Erinnern an jüdisches Leben

  • Boris Schlepper
    vonBoris Schlepper
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Der Platz vor der Klingerschule im Hermesweg soll zu einem Gedenkort umgestaltet werden.

Der Platz vor der Klingerschule im Hermesweg soll seiner historischen Bedeutung entsprechend aufgewertet werden. Dafür hat sich der Ortsbeirat 3 (Nordend) mit einer gemeinsamen Vorlage von Grünen, SPD und Linke einstimmig ausgesprochen. Das Gremium fordert den Magistrat auf, die Fläche zeitnah zu entsiegeln und eine Umwidmung für eine künftige Nutzung anzustoßen.

Seit vielen Jahren diene das Areal vor dem Beruflichen Gymnasium unweit des Bethmannparks nur als öffentlicher Parkplatz, heißt es in dem Antrag. Durch Bauarbeiten an der Schule war diese Sondernutzung unterbrochen worden. Nach Ansicht des Ortsbeirats soll die Fläche auch künftig nicht wieder zugeparkt werden, da das für deren Bedeutung für das einstige jüdische Leben in diesem Quartier nicht angemessen sei.

In der Zeit des Nationalsozialismus befand sich in der Schule ein Hauptquartier der Gestapo, der Geheimen Staatspolizei. In einem nicht mehr bestehenden Gebäude im Hermesweg war zudem die Zentrale für die in Deutschland lebenden Jüdinnen und Juden untergebracht. In der Turnhalle auf der östlichen Seite des Platzes wurden die Hinterlassenschaften der vertriebenen jüdischen Bevölkerung Frankfurts versteigert.

Der Ortsbeirat 3 hat sich bereits in den vergangenen Monaten mit einer Neugestaltung des Platzes als Gedenkort mit mehreren Anträgen beschäftigt. Mit dem Magistrat sind die Stadtteilpolitiker:innen darüber hinaus bereits über eine kulturelle Nutzung zum Thema „Jüdisches Leben im Ostend“ im Gespräch. In die Planung über die genaue Umsetzung soll die Verwaltung den Ortsbeirat, die Schulleitung der Klingerschule und sowie Anwohner:innen einbeziehen.

Zusätzlich zu dieser kulturellen Nutzung gibt es aus der Anwohnerschaft heraus auch Überlegungen zur Gestaltung des Platzes als Bewegungsort, heißt es in der Antragsbegründung. Auch hier sei der Ortsbeirat mit den Anwohner:innen und der Schulleitung der Klingerschule im Gespräch.

Bis zu einer endgültigen Neugestaltung soll das Areal durch die vorhandene Umzäunung oder auf andere geeignete Weise gegen Befahren gesichert werden, fordert das östliche Stadtteilparlament.

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