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Jörg Harraschain als schlechtes Vorbild: Eigentlich solle niemand auf dem Tier reiten, sagt der ehemalige Ortsvorsteher.
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Jörg Harraschain als schlechtes Vorbild: Eigentlich solle niemand auf dem Tier reiten, sagt der ehemalige Ortsvorsteher.

Nordend

Eine Kuh für die Friedberger Landstraße im Nordend

  • Boris Schlepper
    VonBoris Schlepper
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Kunst-Projekt von Jörg Harraschain auf dem Grünstreifen am Matthias-Beltz-Platz. Der Hobbyhistoriker plant zudem ein Stadtteilmuseum für das Nordend.

Eine Kuh soll künftig den Verkehr auf der Friedberger Landstraße im Blick haben. Keine lebendige aus Fleisch und Blut, versteht sich. Vielmehr eine lebensgroße, künstliche Version, die auf dem kleinen Grünstreifen zwischen den Fahrbahnen in Höhe des Matthias-Beltz-Platzes aufgestellt werden soll. Der ehemalige Grünen-Ortsvorsteher des Nordends, Jörg Harraschain, plant die Kunst-Aktion.

Harraschain will mit dem Tier „eine Attraktion für das Nordend“ schaffen und den Stadtteil verschönern. „Ich freue mich jetzt schon diebisch darauf, wenn die Leute im Bus oder in der Straßenbahn an der Kuh vorbeifahren und sie zu ihnen ins Fenster glotzt.“ Der Kopf des Tieres werde genau auf Augenhöhe der Fahrgäste sein, sagt er.

Harraschains Nachfolgerin, Ortsvorsteherin Karin Guder (ebenfalls Grüne), begrüßt das Kunstprojekt im öffentlichen Raum: „Ich finde, das ist eine nette Idee.“ Die Kuh passe gut an diese Stelle. Zustimmung gebe es auch vom Amt für Straßenbau und Erschließung, sagt Harraschain. Auf seine Anfrage habe er eine mündliche Zusage erhalten, dass es seitens der Stadt keine Einwände gegen die Aktion gibt.

Unterstützung

Wer das Kunst-Projekt Kuh oder die Arbeitsgemeinschaft unterstützten möchte meldet sich bei Harraschain unter Telefon 59 58 58. Weitere Informationen zu KuNo sind im Internet unter http://kunst-im-nordend.de zu finden.

Bereits im August will der 78-Jährige das Tier bei einer Gärtnerei besorgen und aufstellen. Er rechnet mit Kosten von rund 600 Euro, „es wäre schön, wenn sich jemand daran beteiligen könnte“. Auch für den Transport und die Montage brauche er noch Unterstützung. Damit die Kuh sich nicht auf und davon macht, will Harraschain sie im Boden einbetonieren, „sonst ist die ruckzuck weg“, ist er überzeugt. Auch langfristig sei Hilfe wünschenswert, etwa, um die Figur ab und an mit Farbe aufzuhübschen.

Es wäre nicht die erste Kuh auf dem schmalen Streifen der Friedberger. Vor zehn Jahren hatte Jörg Harraschain dort schon einmal eine schwarz-weiß-gescheckten Figur aufgestellt. Damals hatte seine Arbeitsgemeinschaft Kunst im Nordend, kurz KuNo, den 250 Quadratmeter großen Grünstreifen am Matthias-Beltz-Platz bepflanzt. Das Tier war Star der Aktion und beliebtes Fotomotiv.

Während die Kuh wieder verschwand, kümmern sich die Mitglieder von KuNo seitdem um die einstige Straßenbahnhaltestelle, die mit Blumen, Sträuchern und Kartoffeln bepflanzt ist. Auch für seine Arbeitsgemeinschaft sucht Harraschain derzeit Leute „mit Herz für das Viertel“. Er wolle Nachfolgerinnen und Nachfolger, die einsteigen, das Projekt weiterführen und bei Bedarf weiterentwickeln. Die ersten Interessierten hätten sich bereits gemeldet. „Jetzt müssen wir schauen, wer welche Ausgabe übernimmt.“

Auf der Suche ist der Hobbyhistoriker zudem nach einem Raum im Nordend. Dort will er die Geschichte des Stadtteils – etwa in Form von Fotos – bewahren und möglichst auch der Öffentlichkeit zugänglich machen. Vorbild sei das Bernemer Museumslädchen des Bürgervereins und Förderkreis Historisches Bornheim. Um die Weichen für das Projekt im Nordend zu legen, sei er dabei, KuNo umzustrukturieren, so Harraschain. Gegebenenfalls werde er einen Verein gründen.

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