Die jungen Künstlerinnen legen noch ein letztes mal Hand an ihre Skulpturen.
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Die jungen Künstlerinnen legen noch ein letztes mal Hand an ihre Skulpturen.

Bildhauerkurs

Bildhauerkurs: Vom Klotz zum Kunstwerk

  • Judith Köneke
    vonJudith Köneke
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Kinder lernen in ihren Ferien Tuffsteine zu bearbeiten. Der Kurs im Abenteuerspielplatz Günthersburg im Nordend ist sehr beliebt.

Die Werkzeuge und Schutzbrillen sind wieder weggepackt, die Arbeiten sind beendet. Auf Baumstümpfen aufgebaut, können die fertigen Figuren, die aus Tuffsteinen gehauen wurde, bewundert werden. Eine Woche lang haben zehn Kinder im Abenteuerspielplatz Günthersburg auf Steinen herumgekloppt, gefeilt und gemeißelt. Am Freitag präsentieren die jungen Künstler die Werke ihren Familien. Die sind begeistert. „Wow!“, ruft eine Mutter. Es seien so tolle unterschiedliche und individuelle Stücke entstanden, lobt eine andere.

Lilli steht vor einem Stein mit einer Musiknote samt Linien. „Das ist eine Viertel e“, erklärt sie. Das Motiv habe sie sich ausgedacht, weil sie seit sieben Jahren Klavier spiele. Darum wird der Stein auch neben ihrem Klavier oder im Garten Platz finden. Denn die Kinder dürfen ihre Werke natürlich mit nach Hause nehmen. Es sei gar nicht so einfach gewesen, dass nichts absplittert, besonders bei den feinen Linien, sagt die Elfjährige. „Es ist schön zu sehen, was aus so einem Klotz werden kann.“

Hilfe bekommen die Kinder von Bildhauer Simon Vogt. Der freischaffende Künstler gibt die Kurse schon seit mehr als 15 Jahren. „Die Kinder haben freie Hand, aber ich assistiere natürlich und gebe ihnen Anleitung.“ Er zeigt Handhaltung und Techniken, etwa wie man den Klüpfel hält, mit dem geschlagen wird. Erstmal werde die Standfläche bearbeitet, zum Eingewöhnen. „Es ist schon erstaunlich, was dann in ein paar Tagen entsteht“, sagt der 67-Jährige.

Lene (12) war schon vergangenes Jahr mit dabei und findet, sie habe sich noch verbessert. Imogen (11) fand die Arbeit am Stein „total cool, und dass sie kreativ sein konnte“. Sie hat ein Streifenhörnchen gefertigt, weil sie selbst eins zu Hause hat. Max (11), einer von drei Jungs im Kurs, ist ebenfalls zufrieden mit seiner Skulptur. Oben schlängelt sich eine Schlange, darunter prangt das Peace-Zeichen. Es sei eine gute Abwechslung in den Ferien gewesen.

Wegen Corona muss dieses Jahr das Grillfest zum Abschluss ausfallen, auch bekam jedes Kind sein eigenes Werkzeug. Platz zum Abstandhalten gibt es auf dem Gelände oberhalb des Günthersburgparks in der Wetteraustraße genug.

Informationen unter 4 69 20 40 oder abenteuerspielplatz.de. Der Bildhauerkurs findet jede Ferien statt, allerdings ist er schnell ausgebucht.

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