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Bauarbeiten in der Glauburgstraße

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Andreas Andersch kann trotz der Kanalbauarbeiten seine Auslagen vor seinem Reformhaus in der Glauburgstraße stehen lassen. Als er von dem Bauvorhaben erfuhr, fürchtete er Umsatzeinbußen.
Andreas Andersch kann trotz der Kanalbauarbeiten seine Auslagen vor seinem Reformhaus in der Glauburgstraße stehen lassen. Als er von dem Bauvorhaben erfuhr, fürchtete er Umsatzeinbußen. © Hamerski

Die Stadt verlegt ab März einen neuen Kanal in der Glauburgstraße. Zum Einsatz kommt eine Spezialtechnik, die Behinderungen für Anlieger:innen reduzieren soll. Die Arbeiten dauern 13 Monate, Die Glauburgstraße wird in Abschnitten gesperrt.

Als Achim Andersch Gerüchte hörte, dass in der Glauburgstraße ein neuer Kanal verlegt wird und die Arbeiten 13 Monate dauern sollen, schrillten bei ihm die Alarmglocken. Er fragte sich, wie Lieferanten die Waren für sein Reformhaus in der Glauburgstraße 77/Ecke Humboldstraße liefern können, wie er selber seine Auslieferungen organisieren soll und ob die Auslagen vor dem Laden stehen bleiben können. „Wenn man hört, dass die Straße angeblich sechs Meter tief aufgegraben wird, macht man sich schon so seine Gedanken“, sagt Andersch.

Er ist nicht der einzige Geschäftsmann, der sich um seinen Umsatz sorgt. Manfred Zieran (ÖkoLinx) hatte in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates 3 (Nordend) davon berichtet, dass es Beschwerden gebe – vor allem über die mangelnde Information seitens der Stadt. Diese Aussage ist aber mittlerweile überholt.

„Wir haben eine Anliegerbe-nachrichtigung bekommen. Im persönlichen Gespräch wurde uns erklärt, was geplant ist“, sagt Andersch und lobt: Die Mitarbeiter;innen der Stadtentwässerung hätten sich viel Zeit genommen. Seine Sorgen seien unbegründet. Sein Laden sei während der Bauarbeiten zu erreichen, auch der Gehweg stünde für die Auslagen zur Verfügung. „Ich habe ja Verständnis dafür, dass der Kanal neu gemacht werden muss“, sagt Andersch.

Das ist laut Michael Voß, Abteilungsleiter Abwasserableitung und Gewässer Betrieb, Planung und Bau bei der Stadtentwässerung Frankfurt, nicht mehr aufschiebbar. Der vorhandene Kanal ging 1875 in Betrieb und kann nicht mehr saniert werden. Auf dem 240 Meter langen Abschnitt zwischen Oeder Weg und Eckenheimer Landstraße muss deshalb ein neuer Kanal verlegt werden. Laut Voß betragen die Baukosten rund 1,4 Millionen Euro.

Baustart ist voraussichtlich der 7. März. Um die Beeinträchtigungen für Anlieger:innen möglichst gering zu halten, werden die Arbeiten größtenteils unterirdisch erfolgen. Dazu kommt eine besondere Technik zum Einsatz: der Stollenvortrieb. Aus einer Startbaugrube heraus wird in bergmännischer Arbeit ein Tunnel gegraben und darin der neue Kanal verlegt. Dieser wird größer als der bisherige.

Ganz ohne Beeinträchtigungen für die Anlieger:innen können die Arbeiten aber nicht ablaufen, sagt Voss. So seien für die Baustelleneinrichtung Flächen reserviert, die während der 13-monatigen Bauphase blockiert seien. Auch kämen Baumaschinen zum Einsatz, die Lärm und Erschütterungen verursachen.

Voß bittet um Verständnis und sagt, man sei bemüht, dass Anlieger:innen jederzeit ihre Einfahrten nutzen können. So werden die Arbeiten in mehreren Bauabschnitten erfolgen. Los geht es mit einer etwa drei Monate dauernden Vollsperrung der Glauburgstraße. Betroffen ist der Abschnitt Hausnummern 72 bis 66. Daran schließt sich in Bauphase 2 die Sperrung der Kreuzung mit der Eckenheimer Landstraße an. Die Kreuzung Humboldtstraße / Glauburgstraße wird im Bauabschnitt 3 gesperrt. Die letzten beiden Bauphasen folgen mit der Glauburgstraße 87 – 83 und der Kreuzung Glauburgstraße / Oeder Weg. Vor Beginn jeder Bauphase werden die Anlieger:innen informiert, sichert Voß zu.

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