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Bäume in Adlerflychtstraße fallen

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Von: Christoph Manus, Sandra Busch

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Auf diesem Grundstück mit altem Baumbestand im Nordend will die Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte 20 Wohnungen bauen.
Auf diesem Grundstück mit altem Baumbestand im Nordend will die Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte 20 Wohnungen bauen. © Renate Hoyer

Die Stadt wird nicht versuchen, das Fällen von vier Bäumen für ein Wohnungsprojekt im Nordend zu verhindern. Planungsdezernent Josef verteidigt die Entscheidung der Bauaufsicht.

Die Stadt Frankfurt wird nicht verhindern, dass für ein Wohnungsprojekt auf einem bisher unbebauten Grundstück an der Adlerflychtstraße im Nordend vier Bäume gefällt werden. Der Magistrat sieht dazu keine rechtliche Handhabe. Politisch ist die Angelegenheit in der Stadtregierung umstritten.

Die Untere Naturschutzbehörde habe das Fällen abgelehnt, die Bauaufsicht habe trotzdem zugestimmt, sagte Rosemarie Heilig (Grüne) jüngst im Umweltausschuss. „Wir haben versucht, das zu verhindern, die rechtlichen Möglichkeiten sind jetzt aber erschöpft. Da müsste es Unterstützung von anderen Dezernaten geben.“ Doch diese Unterstützung gibt es nicht. Planungsdezernent Mike Josef (SPD) machte am Dienstagabend im Planungsausschuss des Stadtparlaments klar, dass er die Entscheidung der Frankfurter Bauaufsicht nicht nur juristisch, sondern auch politisch richtig findet. Die Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte schaffe auf dem Grundstück schließlich 20 Mietwohnungen in guter Lage.

Im Ortsbeirat 3 war das Vorhaben auf viel Kritik gestoßen. Dieser fordert nun, früher über Bauvorhaben unterrichtet zu werden. Die Gartenpartei will den Magistrat beauftragen, doch noch die Bäume zu erhalten. Für den Antrag gibt es aber so gut wie keine Unterstützung. cm/sabu

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