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So soll der Neubau einmal aussehen, der zwischen Musikantenweg und Berger Straße entsteht.
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So soll der Neubau einmal aussehen, der zwischen Musikantenweg und Berger Straße entsteht.

Nordend

Aus für Glaspavillon an der Berger Straße

Ein Mehrfamilienhaus entsteht ab Frühjahr am einstigen Videothekstandort zwischen Musikantenweg und Berger Straße im Frankfurter Nordend. Im Erdgeschoss soll es Platz für Gewerbe und eine Gastronomie geben.

Die großen Fensterscheiben sind bereits demontiert. Nur noch wenige Wochen, dann ist der auffällige Glaspavillon der ehemaligen Tomin-Videothek an der Berger Straße endgültig Geschichte. Die Eigentümerin, die FBW Gruppe aus Dreieich, will das Bauwerk abreißen und dort ein sechsgeschossiges Mehrfamilienhaus errichten – mit Platz für Gewerbe und Gastronomie.

Derzeit werde der Pavillon entkernt, sagt die Geschäftsführung der FBW. Danach folge der eigentliche Abriss, der Tiefbau ist für Anfang 2022 geplant. Das Unternehmen, das etwa in der Rhönstraße im Ostend ein Parkhaus in ein Mehrfamilienhaus umwandelt, rechnet damit, dass ab April die Arbeiten am Neubau starten. Vorgesehen sind 26 Eigentumswohnungen. Im Erdgeschoss soll es Raum für eine Gewerbeeinheit sowie einer Fläche für Gastronomie geben. Ob diese verkauft oder vermietet werden, sei noch offen.

Zu den Kaufpreisen könne er noch keine Angaben machen, so der Vertreter der Geschäftsführung. Es werde jedoch wegen der Lage und der vorgesehenen hochwertigen Ausstattung „hochpreisig“. So sollen die Ein- bis Drei-Zimmer-Wohnungen etwa mit Holzfußböden und Fußbodenheizungen sowie Balkonen oder Terrassen ausgestattet werden. Geplant sind Größen zwischen 21 und 109 Quadratmetern Wohnfläche. Ein Aufzug fährt alle Geschosse an. Die ursprünglichen Pläne der FBW, das Gebäude nur zu entkernen und umzubauen, hätten sich als weniger profitabel herausgestellt.

Das Bauunternehmen hat das Grundstück zwischen Berger Straße und Musikantenweg, auf dem einst eine Tankstelle war, vor knapp zwei Jahren gekauft. Davor gehörte es der Vesterra Wohnen GmbH, die die Immobilie von Investor Ardi Goldman übernommen hatte. 2013 hatte die Videothek den Pavillon geräumt, da die Miete zu teuer gewesen sei und es an Parkplätzen mangele. Temporär wurde es seitdem als Pop-up-Store genutzt, mehrere Monate lang war dort auch eine Künstlerin tätig.

Dass der Glaspavillon nicht länger brachliegt, freut den Vorsitzenden der Interessengemeinschaft Untere Berger Straße, Kaweh Nemati. Auch dass Wohnraum entsteht, sei erfreulich. Weniger sinnvoll sei es aber, dort Platz für eine weitere Gastronomie zu schaffen, „das brauchen wir hier wirklich nicht“. Schon jetzt gebe es etwa fünf Eisdielen, etliche Pizzerien und Burgerläden, „das wiederholt sich irgendwann“. Die Folge sei in der Regel ein Preiskampf und ein Qualitätsverlust. Auch wandele sich die Berger Straße dadurch immer mehr zur „Party- und Gastromeile“, so Nemati. „Das ist weder im Interesse der Geschäftsinhaber noch der Anwohner.“

Erfreulich wäre es, wenn die kleine Grünfläche vor dem Gebäude nach Abschluss der Bauarbeiten endlich umgestaltet werde, so Nemati. Seit Jahren schon setzen sich Ortsbeirat und Gewerbeverein dafür ein, das Areal zu verschönern – bislang vergeblich. „Vielleicht kann man sich da etwas zusammen mit dem Bauherrn überlegen.“ (Boris Schlepper)

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