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An der Elisabethenschule am Holzhausenpark werden die Container entfernt.
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An der Elisabethenschule am Holzhausenpark werden die Container entfernt.

Nordend

Arbeiten im Holzhausenpark

  • VonMatthias Bittner
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Nach Jahren wird das Provisorium der Elisabethenschule jetzt aus dem Holzhausenpark entfernt. Sehr zur Freude des Ortsbeirats. Ein Teil der Fläche geht zurück an die Grünanlage.

Hoppla, es rührt sich ja doch etwas am westlichen Rand des Holzhausenparks: Das für die Zeit der Sanierung der Elisabethenschule errichtete Provisorium wird tatsächlich abgebaut. Ein Unternehmen aus Polen hat die Anlage kürzlich erworben, verlädt die Container nach und nach auf Lastwagen und transportiert sie ab. Der Ortsbeirat 3 (Nordend) hatte den Magistrat nach Abschluss der Sanierungsarbeiten mehrfach daran erinnert, dass die Container weichen müssen. Jetzt ist es so weit. „Endlich“, sagt Ortsvorsteherin Karin Guder (Grüne) richtig erleichtert.

2014 war das Provisorium errichtet worden und zuvor fast zum Politikum geworden. Das Stadtteilparlament hatte dem Standort nur zähneknirschend zugestimmt. Die Anlage war so groß, dass sie nicht auf das Schulgelände gepasst hätte. Einige Container mussten auf einem kurzem Teilstück der Hammanstraße aufgestellt und zusätzlich noch ein Grünstreifen des Holzhausenparks abgetreten werden.

Das hat bis heute massive Auswirkungen auf den Holzhausenpark. Weil die eigentlich als Fahrradstraße ausgewiesene Hammanstraße nicht mehr durchgängig befahrbar ist, müssen Radfahrerinnen und Radfahrer mit Fahrtziel Innenstadt seit sieben Jahren einen Umweg durch den Park nehmen – in Höhe des Cafés biegen sie ab, fahren gleich wieder rechts den Parkweg bis zum Ausgang hinunter und gelangen dort zurück auf die offizielle Fahrradroute in die Innenstadt.

In der Anfangszeit hatten sich Parkbesucherinnen und -besucher massiv über rücksichtslose Radrowdys beim Ortsbeirat beschwert, erinnert sich Guder. Sie ist froh, dass die Umleitungsstrecke jetzt bald Geschichte ist und sich Parkbesucher:innen und Radfahrer:innen auf dem etwa 150 Meter langen Stück nicht mehr in die Quere kommen können.

Die Ortsvorsteherin erinnert das Grünflächenamt schon mal vorsorglich an seine Pflichten. Es sei nämlich vertraglich fixiert worden, dass nach dem Abbau des Provisoriums der Grünstreifen wieder in seiner ursprünglichen Form herzustellen sei. Das hätte eigentlich schon längst passiert sein müssen, die Standzeit der Container sei aber deutlich überzogen worden.

Nach Angaben von Günter Murr, Sprecher des Amtes für Bau und Immobilien, hat das vor allem damit zu tun, dass versucht worden sei, die Anlage nochmals für die Auslagerung einer zu sanierenden Schule zu verwenden. Das habe sich aber zerschlagen. Weil das Anpassen an die Bedürfnisse einer auszulagernden Schule zu aufwendig sei, habe man sich schließlich für den Verkauf entschieden.

Für wie viel Geld der polnische Unternehmer das komplette Schul-Provisorium gekauft hat, kann Murr nicht sagen. Die Stadt hatte die Container-Anlage mit acht Klassenräumen plus Verwaltungstrakt für rund eine Million Euro gekauft, im Preis inbegriffen sei die Ausstattung gewesen. „Der Kauf war damals günstiger, als die Anlage zu mieten“, erklärt Murr.

Nach Angaben von Dirk Schneider, Leiter Planung und Bau im Grünflächenamt, sollen die Arbeiten demnächst ausgeschrieben werden, um während der Pflanzperiode im Herbst noch tätig werden zu können. Der Saum des Grünstreifens müsse neu angelegt werden, Sträucher und sicher auch einige Bäume gepflanzt werden, sagt er. Die Rasenfläche sei ebenfalls zu erneuern. Auch in der Hammannstraße sei Hand anzulegen, wenn es Setzungen gebe oder der Bordstein beschädigt worden sei.

„Wenn alles abgebaut ist, schauen wir uns das an Ort und Stelle an“, sagt Schneider. Er kann daher noch nichts zu den Kosten sagen. Ende des Jahres soll aber voraussichtlich alles wieder wie vorher aussehen. Nicht nur den Ortsbeirat wird das freuen.

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