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Die Speisetafel des Cafés im Günthersburgpark ist den Flammen entgangen.

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Nordend: Feuer im Kiosk im Günthersburgpark schockiert Bürger

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Die Wirte sind fassungslos, dass Unbekannte das Lager des Cafés angezündet haben. Das Grünflächenamt plant bislang noch keine Überwachung der Anlage.

Eigentlich wollten Christo Mintzas und sein Kompagnon Cherif Bouzenna noch die letzten sonnigen Tage nutzen, und Kaffee, Bier, Schafskäse und Griechischen Salat verkaufen. Doch Unbekannte haben einen Strich durch die Rechnung der beiden Wirte gemacht. Am vergangenen Freitag hatten Brandstifter im Abstellplatz des Cafés im Günthersburgpark ein Feuer gelegt.

Christo Mintzas ist immer noch fassungslos. Das komplette eingezäunte Lager auf der Rückseite des Kiosks an der Comeniusstraße sei den Flammen zum Opfer gefallen. Tische, Bänke, und mehrere technische Geräte wie eine Eiswürfelmaschine und eine Kühltruhe seien kaputt. Auch Teile des Dachs sind zerstört. Die Polizei schätzt den Schaden auf 10 000 Euro. Das Fachkommissariat habe die Ermittlungen aufgenommen. Die Polizei schließe einen technischen Defekt aus, sagt Mintzas, „sie gehen von Brandstiftung aus“. Der Kiosk, den die beiden Wirte von der Stadt gepachtet haben, soll wieder hergerichtet werden. In den kommenden Tage hätten sie ohnehin geschlossen, weil die Saison zu Ende ist.

Ortsvorsteherin Karin Guder (Grüne) ist erschüttert über die Brandstiftung. „Das ist ein Angriff auf die Bürgerschaft und die Sicherheit der Menschen im Stadtteil.“ Jetzt müsse darüber nachgedacht werden, ob ein Parkwächter, Streifen mit Beamten des 2. Reviers oder eine Überwachung für den Günthersburgpark sinnvoll sei. Vor allem, nachdem erst Anfang September auf dem Abenteuerspielplatz Günthersburg am Ende der Wetteraustraße ein Feuer gelegt worden war. Ein Stall mit zwei Kaninchen, ein Toiletten- und der Werkzeugcontainer waren dabei zerstört worden (die FR berichtete).

Derzeit gebe es keine Pläne für eine Überwachung im Günthersburgpark, sagt Bernd Roser vom Grünflächenamt. „Das haben wir noch nicht diskutiert.“ Die Parkwächter könnten diese Aufgabe jedoch nicht übernehmen. Einerseits seien sie nur in der warmen Saison vor Ort. Anderseits hätten sie eine beratende Funktion. „Da bräuchte man einen Sicherheitsdienst.“ Dieser sei teuer und könne eine Anlage wie den Park auch lediglich bestreifen und dort nicht die ganze Nacht unterwegs sein.

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Für den Chinesischen Garten im Bethmannpark, den Koreanischen Garten im Grüneburgpark sowie am Goetheturm, wo Brandstifter ebenfalls Feuer gelegt hatten, gebe es inzwischen ein neues Sicherheitskonzept.

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