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Mitglieder der Bornheim Boules in Aktion.

Frankfurt-Nordend

Nordend: Boule-Spieler ziehen an Bornheimer Hang

Der Verein Bornheim Boules muss das Gelände am Rand des Günthersburgparks verlassen. Die Erweiterung der Parkfläche beginnt 2023.

Die Mitglieder des Vereins Bornheim Boules haben sich damit abgefunden, dass sie ihr Gelände auf dem ehemaligen Betriebshof des Grünflächenamtes räumen müssen und beim FSV Frankfurt am Bornheimer Hang eine neue Heimat bekommen sollen. „Damit können wir leben und haben das auch schon intern beschlossen“, sagt Klaus Bittner vom erweiterten Vorstand und fügt an: „Ansonsten stünden wir ja einfach auch auf der Straße.“

Im Zuge des Baus des Innovationsviertels wird der Günthersburgpark erweitert. Das Betriebshof-Areal wird der Stadtnatur zugeschlagen. Weil das Grünflächenamt grundsätzlich in Parks keinen vereinsgebundener Sport wünscht – eine Ausnahme ist die Skateranlage im Hafenpark -, ist für die Boule-Spieler kein Platz mehr. Vorbereitende Arbeiten für die Erweiterung starten nach den Sommerferien 2020, die eigentliche Gestaltung der zwei Hektar großen Erweiterungsfläche beginnt voraussichtlich aber erst 2023 (die FR berichtete).

So lange werden die Boule-Spieler wohl nicht auf ihrem bisherigen Gelände bleiben können. Klaus Bittner rechnet jedoch damit, dass zumindest die kommende Saison zu Ende gespielt werden kann. „Bevor die Anlage auf dem FSV-Gelände nicht fertig ist, gehen wir nicht“, sagt er.

Sportdezernent Markus Frank (CDU) hatte jüngst die Pläne vorgestellt. Vorausgegangen war eine konkrete Frage dazu vom Stadtverordneten Bernhard Ochs (Die Frankfurter) aus Bornheim, der selbst gelegentlich zu den Boule-Kugeln greift.

Laut Frank gibt es auf dem Stadiongelände am Bornheimer Hang neben dem Hauptspielfeld vier Großspielfelder. Auf einem kleineren, nicht normgerechten Rasenspielfeld sollen Boule-Felder angelegt werden. Die Größe und Ausstattung der Boule-Anlage wird nach Angaben des Stadtrats derzeit zwischen Vertretern des Vereins, der Sportpark Stadion Frankfurt am Main, Gesellschaft für Projektentwicklungen und des Sportamts abgestimmt.

Grundsätzlich sind laut Bittner auch noch zahlreiche Details, beispielsweise die Anzahl der Spielfelder oder die Nutzung der Funktionsgebäude, zu klären. Außerdem müsse eine Vereinbarung getroffen werden, wer für den Umzug und die damit verbundenen Kosten aufkomme. Und ein Vertrag über die Nutzung der Anlage müsse geschlossen werden.

Der Kontrakt soll aber ganz sicher nicht mehr nur eine so kurze Laufzeit haben wie zuletzt. Das Grünflächenamt habe dem Verein einen Teil seines ehemaligen Betriebshofes nördlich des Günthersburgparks immer nur über eine Laufzeit von einem Jahr vermietet. Das wurde laut Bittner im Jahr darauf dann verlängert. Damit haben sich die Boule-Spieler zwar abgefunden, jetzt sei es aber an der Zeit, dies zu ändern.

Der Verein brauche mehr Planungssicherheit. Dass der Club das Gelände kommende Saison noch benutzen kann ist wohl auch wahr. Zumindest lassen das die Aussagen von Günter Murr, Sprecher des zuständigen Stadtrates Jan Schneider (CDU), vermuten.

Ende 2020 ist Schluss

Die Container der derzeit ausgelagerten Merianschule bleiben seinen Angaben zufolge noch bis Ende 2020 auf dem ehemaligen Betriebshof des Grünflächenamtes stehen – vorher kann die geplante Parkerweiterung nicht beginnen. Der Unterricht der Grundschule startet schon nach den Sommerferien im sanierten Gebäude in der Burgstraße.

Gegründet wurden die Bornheim Boules 1991 als kleiner Boule-Club. Mittlerweile ist er der größte Pétanque-Club in Frankfurt. Mehrere Teams starten in der Hessenliga. Neben dem Spielgelände auf dem ehemaligen Betriebshof des Grünflächenamtes wird auch unter den Platanen unmittelbar an der Orangerie im Günthersburgpark gespielt. Auch einige Nacht- Turniere organisiert Bornheim Boules dort.

Info zum Vereingibt es online unter: www.bornheimboules-ffm.de

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