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So soll das Design der drei „Knut“-Kleinbusse aussehen.
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So soll das Design der drei „Knut“-Kleinbusse aussehen.

Verkehr

Nördliche Frankfurter Stadtteile bekommen Rufbusse

  • Steven Micksch
    VonSteven Micksch
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Der Nahverkehr in Frankfurt soll in den Randzeiten verbessert werden.

Die städtische Nahverkehrsgesellschaft Traffiq möchte mit einem neuen Angebot den Nahverkehr im Frankfurter Norden flexibler gestalten. Ab Oktober werden in den Stadtteilen Bonames, Harheim, Nieder-Erlenbach und Nieder-Eschbach drei elektrische Kleinbusse unter dem Projektnamen „Knut“ unterwegs sein und einen On-demand-Service bieten. Das heißt, dass sie nur auf Nachfrage der Fahrgäste kommen und diese an ein Ziel innerhalb des Projektgebietes bringen.

„Knut schafft neue Verbindungen zwischen diesen Stadtteilen und ergänzt den ÖPNV auch in Randzeiten“, erklärt Traffiq-Geschäftsführer Tom Reinhold. Die Busse sollen von montags bis sonntags jeweils von 5 Uhr bis 1 Uhr am Folgetag fahren. Sie bieten je fünf Sitzplätze, ein Bus wird auch rollstuhlgerecht umgebaut sein. Der Zustieg erfolgt an einer von 574 Haltestellen, wobei die meisten virtuell sind. Das bedeutet, dass es keine physischen Haltestellen gibt, sondern man einfach an bestimmten Punkten entlang der Straße einsteigen kann.

Reinhold verspricht, die Kunden müssten maximal 20 Minuten auf den Bus warten, im Durchschnitt sollen es laut Berechnungen elf Minuten sein. Da möglichst mehrere Fahrgäste logistisch sinnvoll kombiniert werden, soll es maximal 15 Minuten Umwegszeit geben. In wenigen Fällen sei es aber auch möglich, dass kein Bus verfügbar ist. Damit rechnen die Experten bei etwa zehn Prozent aller Anfragen.

Projekt läuft bis 2024

Bestellt werden die Kleinbusse entweder über eine On-demand-App oder per Telefon unter 069/24 24 80 24. Im nächsten Jahr soll die separate App dann in die bekannte RMV-App integriert werden, um die Bezahlvorgänge zu erleichtern und die Routenplanung zu vereinfachen.

Über die Stadtteilgrenzen hinaus werden die drei Fahrzeuge übrigens nicht fahren. Es bestehe aber immer die Möglichkeit, eine S- oder U-Bahn oder eine Bushaltestelle anzufahren, um von dort aus weiterzureisen. Pro Fahrt fällt ein Grundpreis von zwei Euro an, von dem jedoch Inhaber einer gültigen Fahrkarte, Kinder und Mitfahrende befreit sind. Hinzu kommen ein Komfortaufschlag von einem Euro und ein Kilometerpreis von 30 Cent. Bezahlen können die Fahrgäste über die App per Kreditkarte oder PayPal, bei telefonischer Buchung auch im Fahrzeug ausschließlich bargeldlos per Karte.

Gefördert wird das zunächst bis 2024 angelegte Projekt mit Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur. Sollte sich „Knut“ bis dahin bewähren, wird über eine Verlängerung oder sogar Ausweitung in andere Stadtteile nachgedacht. „Dann muss man aber mit den politischen Entscheidungsträgern wegen einer Finanzierung sprechen“, sagt Reinhold. Kostendeckend ist das Projekt nicht.

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