1. Startseite
  2. Frankfurt

Noch einmal mit Gefühl

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Am Sonntag, 1. Mai, öffnet das neue Kunstverein-Café. Ein weiterer Versuch, den eigentlich schönen Ort in Frankfurts Altstadt populär zu machen. Diesmal könnte es auch nwirklich klappen.

Seit drei Monaten ist das Café im Steinernen Haus am Römerberg geschlossen und wird umgebaut. Am Sonntag eröffnet der Familientreff im Kunstverein als „Cafébar“ wieder, aber „ohne großes Tamtam“, wie Sprecherin Julia Wittwer informiert. Denn der letzte viel versprechende Neustart, mit dem der stadtbekannte Hans Romanov gescheitert war, liegt erst eineinhalb Jahre zurück.

Glastür zum Römerberg

Die neuen Pächter heißen diesmal Tom Carstanjen, Niels Lehne und Eve Merceron. Merceron ist Mitbegründerin des „Affentor Designteams“. Die Drei betreiben seit langem an der Alten Brücke die Bar „Moloko“ . Nun wollen sie „die privilegierte und geschichtsträchtige Lage des Lokals am Römer wieder zu einer Institution in der Frankfurter Stadtmitte werden lassen“.

Ein Kunstgriff erhöht ihre Chancen: Zwischen den gotischen, zum belebten Platz gerichteten Steinbögen des Steinernen Hauses öffnet sich jetzt eine zweiflügelige Glastür. Bis dahin hatte das Café den Nachteil, nur durch das Foyer des Kunstvereins erreichbar zu sein. Es soll sich um einen historischen Zugang handeln; an der Längsseite des nach dem Krieg wieder errichteten Baus war einst ein Hoftor.

Der Gastraum ist jetzt mit „Designklassikern“ möbliert und in verschiedene Bereiche unterteilt. Man kann frühstücken, aus einer kleinen Karte das Mittagessen wählen, sich an hausgemachten Kuchen gütlich tun und auch abends kleine Gerichte zu sich nehmen. Die Vesperkarte offeriert belegte Brote mit hausgemachten Aufstrichen, ebenso Müslis und Obstsalate. Zum Lesen liegen Zeitungen und andere Lektüre aus, für Kinder werden Bücher, Malsachen und Spiele bereitgestellt. Touristen können sich am historischen Ort „leckere Produkte aus Hessen, etwa Honig, Senf oder Wein“ einpacken lassen.

Tagsüber soll das Café als Veranstaltungsraum mit dem Kunstverein-Programm korrespondieren. Am Abend dann, immer von Mittwoch bis Freitag, soll es sich in eine Bar verwandeln. Dazu planen die Pächter „kleine Musik-Veranstaltungen mit lokalen Musikern und Veranstaltern“. ( clau)

Auch interessant

Kommentare