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Ein Mauersegler verlässt den Nistkasten.

Naturschutz

Frankfurt: Grüne fordern mehr Nistplätze für Mauersegler

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Die Grünen fordern mehr Nistplätze für Mauersegler - beispielsweise an den Gebäuden der Frankfurter Schulen.  

Nistplätze für Mauersegler an Frankfurter Schulen fordern die Grünen im Römer. Das Leben der kleinen Flugakrobaten (lateinisch Apus apus) sei durch die zunehmende Zerstörung ihrer Brutplätze in der Stadt stark gefährdet, erläutert Grünen-Stadtverordnete Angela Hanisch. Bei Umbauten und Sanierungen gingen viele Nistplätze verloren, mitunter würden Mauersegler lebendig eingeschlossen oder gar in Bauschaum erstickt.

„Diesem Zustand, der zudem ein Verstoß gegen das Bundesnaturschutz darstellt, möchten wir mit unserem Antrag Einhalt gebieten“, heißt es in der Erklärung weiter. Sämtliche Schulen, an denen das möglich sei, sollten Nistkästen erhalten, weitere städtische Gebäude sollten dann folgen, sagt Hanisch.

Die Frankfurter Mauerseglerinitiative hat in den vergangenen 15 Jahren 3400 Nistplätze geschaffen. Dennoch finden viele der Vögel bei der Rückkehr aus dem afrikanischen Winterquartier oft keine Behausung, oder ihr Heim ist inzwischen durch Dachsanierungen verloren. Die Mauerseglerklinik in Griesheim betreut jedes Jahr Hunderte verletzte Vögel, darunter häufig solche, deren Gefieder durch verbotene Klebefallen an Häusern unbrauchbar geworden ist.

Als Vorbild erwähnen die Grünen die Michael-Ende-Schule in Rödelheim, die schon Mauerseglernistplätze hat. Dem Beispiel sollten „viele weitere Schulen, aber künftig auch andere städtische Gebäude folgen“, fordert Angela Hanisch.

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