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Film-Still aus „To The Ends Of The Earth“ von Kiyoshi Kurosawa. Der Film wird bei Nippon Connection gezeigt.
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Film-Still aus „To The Ends Of The Earth“ von Kiyoshi Kurosawa. Der Film wird bei Nippon Connection gezeigt.

Filmfestival

Nippon Connection Frankfurt: Filme aus Japan im Stream

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Das Festival Nippon Connection gibt mit rund 80 Filmen einen Überblick über das japanische Kino. Doch das Angebot geht über das bloße Filme schauen hinaus.

In der Nähe von Tokio ist das Einwanderungszentrum Ushiku. Dort werden Geflüchtete festgehalten, die aus Angst vor Verfolgung nicht in ihre Heimatländer zurückkehren wollen. Teilweise sind sie seit Jahren dort. Der amerikanische Filmemacher Thomas Ash hat das Zentrum mit versteckter Kamera besucht und mit den Insassinnen und Insassen gesprochen. Sein Dokumentarfilm „Ushiku“ wird als Weltpremiere heute um 14 Uhr kostenlos auf NipponConnection.com gezeigt.

Im Anschluss folgt ein Gespräch mit dem Regisseur. Die Organisatorinnen und Organisatoren von Nippon Connection gehen davon aus, dass der Film, der weltweit empfangen werden kann, die Diskussion über die Einwanderungspolitik in Japan befeuern wird.

Schwerpunkt heißt „Family Matters“

Der Schwerpunkt des Filmfestivals, das zum 21. Mal stattfindet und zum zweiten Mal online übertragen wird, liegt in diesem Jahr auf der Familie. „Family Matters“ heißt das Motto.

Florian Höhr, der Leiter des Filmprogramms, hebt bei der Programmvorstellung mehrere Beiträge hervor. Der Film „his“ von Rikiya Imaizumi erzählt von einem schwulen Paar, das ein Kind adoptieren will. „Daughters“ von Hajime Tsuda stellt zwei platonische Freundinnen vor, die ein Kind gemeinsam großziehen wollen. „Nosari“ von Tatsuya Yamamoto handelt von einem Enkeltrickdieb, der in der alten Frau, die er betrügen wollte, eine Ersatzfamilie findet.

Das Festival

Gut 80 kurze und lange Filme aus Japan sind von 1. bis 6. Juni beim Filmfestival Nippon Connection zu sehen. Es wird in diesem Jahr nur online angeboten. Alle Filme unter: NipponConnection.com

Einen Film zu streamen kostet sechs Euro. Die Filme sind in der Festivalzeit verfügbar, für 24 Stunden, wenn „Play gedrückt“ wird. Ein Ticket für alle Filme kostet 120 Euro. Es gibt weitere Pakete sowie ein Rahmenprogramm. fle

Filme von prominenten Regisseurinnen und Regisseure aus Japan seien auch wieder vertreten, so Höhr. Er nennt unter anderem „Under The Open Sky“ von Miwa Nishikawa: Der Film handelt von einem Yakuza-Gangster, der nach Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird.

„My Blood And Bones In A Flowing Galaxy“ von Sabu dreht sich um eine bedrohte junge Liebe. „Red Post On Escher Street“ von Sion Sono nimmt das Casting für einen Film als Ausgangspunkt für einen kommentierenden Film über das Kino an sich.

Auch Animationsfilme sind zu sehen. „Seven Days War“ von Yuta Murano erzählt eine Coming-of-Age-Geschichte von Jugendlichen, die von zu Hause fortlaufen.

40 Workshops, Vorträge, Konzerte und Performances

„On-Gaku: Our Sound“ von Kenji Iwaisawa handelt von drei Teenagern, die eine Band gründen. Darüber hinaus gibt es eine Auswahl animierter Kurzfilme.

Im Rahmenprogramm können Zuschauerinnen und Zuschauer mit Regisseurinnen und Regisseuren sprechen, an Buchvorstellungen teilnehmen und Vorträgen lauschen. Für Kinder gibt es Workshops zum Zeichnen von Mangas, zu japanischem Papiertheater und zu japanischer Sprache.

Insgesamt sind rund 80 kurze und lange Filme aus Japan zu sehen sowie 40 Workshops, Vorträge, Konzerte und Performances.

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