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An der Moselstraße stürzte ein 15 Meter hohes Baugerüst auf vier Autos. Niemand wurde verletzt.
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An der Moselstraße stürzte ein 15 Meter hohes Baugerüst auf vier Autos. Niemand wurde verletzt.

Wetter

"Niklas" wütet durch Frankfurt

Sturmtief „Niklas“ fegt auch durch Frankfurt. Seine Sturmböen reißen Häuserfassaden und Dachziegel ab, stürzen Bäume um und lassen Äste auf die Straße stürzen. Rettungskräfte sind seit den Morgenstunden im Dauereinsatz. Fraport meldet 55 Flugausfälle.

Von Sandra Hendele

Dienstagvormittag: Sturmtief „Niklas“ fegt auch durch Frankfurt. Seine Sturmböen reißen Häuserfassaden und Dachziegel ab, stürzen Bäume um und lassen Äste auf die Straße stürzen. Rettungskräfte sind seit den Morgenstunden im Dauereinsatz.

Wie die Frankfurter Feuerwehr. Bereits 30 Einsätze gab es am Vormittag zwischen neun und zwölf Uhr, bis zum Nachmittag kamen 80 weitere Einsätze dazu. „Wir haben mehrere Einsatzstellen, bei denen Fassadenteile abgerissen oder Bäume umgefallen sind. Bis jetzt zum Glück alles ohne Personenschaden“, so Holger Chobotsky, Brandamtmann der Feuerwehr.

Glück hatte vor allem ein älteres Ehepaar. Als ein 15 Meter hohes Baugerüst an der Moselstraße vom Sturm umgerissen wurde und auf vier Autos landete, saßen die beiden noch in ihrem Wagen. Wundersamerweise konnten beide das Fahrzeug unbeschadet verlassen. Auch ein aus der Verankerung gerissenes Fenster in einem Hochhaus in der Theodor-Heuss-Allee in Bockenheim konnte provisorisch gesichert werden. Bei ihren Einsätzen wurde die Frankfurter Feuerwehr von Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr aus Enkheim, Höchst, Praunheim und Unterliederbach unterstützt.

Gerade Spaziergänger im Grünen müssen bei einem Sturm besonders vorsichtig sein. Erste Schäden gab es bereits morgens im Botanischen Garten. Dort fielen einige Äste auf die Wege. Deswegen bleibt der Park auch bis auf weiteres geschlossen.

Im Palmengarten hingegen gilt die Lage als sicher. „Wir warnen die Leute an der Kasse und weisen sie auf die Gefahren durch den Sturm hin. Momentan ist es aber noch unbedenklich. Sollte sich das Wetter verschlechtern werden wir dementsprechend reagieren“, so Andreas Steffen, Pressesprecher des Palmengartens. „Die Situation wird ständig überwacht.“

Auch das Grünflächenamt sieht bis jetzt keine Notwendigkeit, Parks oder Friedhöfe abzuriegeln. „Natürlich besteht immer die Gefahr, dass ein Ast vom Baum gefegt werden kann. Aber da die Werte bis jetzt unter der Windstärke acht liegen, müssen wir noch nichts sperren“, so Bernd Roser, vom Grünflächenamt. Sollte die Situation sich verschlimmern, würde man natürlich sofort reagieren.

Auch das Volksfest Dippemess blieb am Dienstag aufgrund des schlechten Wetters geschlossen, teilte die Stadt Frankfurt über Twitter mit. Wie lange es noch zu bleibe, sei noch unklar. „Das machen wir davon abhängig, wie sich das Wetter in den nächsten Tagen entwickelt. Eine Sturmböe ist so unberechenbar, da geht die Sicherheit der Besucher vor“, so Veranstaltungsleiter Kurt Stroscher.

Der Bahnverkehr läuft dafür weiterhin wie gewohnt. Bis auf einzelne Vorfälle hatte die Hessische Landesbahn keinerlei Probleme beim Personennahverkehr. „Auf einzelnen Strecken lagen Äste auf den Gleisen. Die konnten jedoch schnell geräumt wurden. Allgemein werden alle Strecken wie üblich befahren“, sagt Susanne von Weyhe, Pressesprecherin der Hessischen Landesbahn. Auch von der Deutschen Bahn gibt es keine Ausfallmeldungen.

Hoch in der Luft sieht es anders aus. Der Frankfurter Flughafen meldete 55 Ausfälle und vielfache Verspätungen, allein bis 14 Uhr. Hauptprobleme sind dabei Start und Landung. Eine Prognose für die nächsten Tage konnte noch nicht abgegeben werden.

In ganz Hessen waren mehrere Landstraßen aufgrund umgestürzter Bäume nicht mehr befahrbar, wie etwa die B54 und die B60. An der Schiersteiner Brücke wurden sogar umherfliegende Verkehrsschilder und Baustellenabsperrungen gemeldet. Auch in Wiesbaden reagierte man auf das unbeständige Wetter: Der Kurpark, sowie die Tierpark Fasanerie und die Friedhöfe in Kastel und Kostheim wurden geschlossen.

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