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Die Volleyball-Abteilung der TG Römerstadt zählt zu den traditionsältesten in Hessen.
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Die Volleyball-Abteilung der TG Römerstadt zählt zu den traditionsältesten in Hessen.

Niederursel

Sportgemeinden fusionieren

Die TSG Nordwest übernimmt die TG Römerstadt. Das hat personelle und finanzielle Gründe.

Wenn die Volleyball-Seniorengruppe der Turngemeinschaft (TG) Römerstadt Ende Oktober bei den deutschen Meisterschaften startet, dann ist das vermutlich die letzte Gelegenheit, dass der Vereinsname auf überregionaler Ebene genannt wird. Denn zum 1. Januar 2022 soll sie in der Turn- und Sportgemeinde (TSG) Nordwest aufgehen. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung der TG hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, das Votum der TSG soll bei einem Treffen am 17. September erfolgen.

Die geplante Fusion hängt mit vor allem personellen Problemen der Römerstädter zusammen, sagt TG-Vorsitzender Hans-Jürgen Mayer, der das Amt vor zwei Jahren übernommen hat. Schon damals gestaltete sich die Suche nach einem neuen Vereinschef schwierig. Mayer erklärte sich dazu bereit, aber nur übergangsweise. Dann sollten Jüngere ans Ruder. Kandidaten dafür waren indes nicht wirklich in Sicht.

Stark im Volleyball

Die Turngemeinschaft (TG) Römerstadt wurde im August 1950 gegründet. Ihre Angebote konzentrieren sich vor allem auf den Gesundheits- und Breitensport. Im Volleyball sorgten die Römerstädter häufig für Aufsehen. Auch, weil die TG einer der ersten Frankfurter Vereine war, die Volleyball wettkampfmäßig anboten. 1967 zählte sie zu den 13 Gründungsvereinen des Hessischen Volleyballverbands.

Ihren Höhepunkt erlebten die Ballsportler Anfang der 1980er-Jahre, als die TG Römerstadt mit 13 Wettkampfmannschaften am Volleyball-Rundenbetrieb teilnahm. Ein Engagement, das durch zahlreiche Titel gekrönt wurde. 2017 schafften die Senioren-Volleyballer der Turngemeinschaft bei den deutschen Meisterschaften sogar den zweiten Platz. bd

Erschwerend kommt hinzu, dass die finanzielle Situation der TG Römerstadt, die knapp 600 Mitglieder zählt, nicht rosig ist. Der Kassenbericht habe gezeigt, dass eine Erhöhung der Beiträge dringend notwendig wäre, sagt Mayer – „sonst haben wir in zwei Jahren kein Vermögen mehr“. Schließlich muss der Verein nicht nur Beiträge für diverse Sportverbände abführen, sondern auch Mieten für die Belegung städtischer Turnhallen aufbringen.

Angesichts ihrer Probleme streckte die TG ihre Fühler in Richtung TSG aus, wie sie es vor gut zwei Jahren schon einmal gemacht hatte. Deren Vereinsführung zeigte sich für aufgeschlossen. Auch, weil beide Vereine einige Ähnlichkeiten hätten, wie TSG-Vorsitzender Lutz Ullrich sagt: „Wir kommen beide aus dem Turnsport, haben keinen Fußball. Die TG ist beim Männer-Volleyball stark, wir beim Frauen-Volleyball, das passt gut.“

Die Beitragsstruktur sei ebenfalls vergleichbar. Der Mitgliederzuwachs dürfte der TSG, die mit rund 3000 Sportinteressierten zu den großen Frankfurter Vereinen zählt, gelegen kommen. Die Modalitäten für die Fusion wurden bereits ausgehandelt. Demnach übernimmt die TSG alle Übungsleiter:innen und Ehrenmitglieder der TG, sowie sämtliche Sportangebote – zumindest für die Dauer von einem Jahr. Dann werde überprüft, wie gut die Kurse angenommen würden, kündigt Ullrich an.

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