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Leere Geschäfte in Kinderkrippen umwandeln

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Frankfurter Ortsbeirat 8 will mehr Betreuungsplätze im Ortsbezirk schaffen. Der Magistrat soll etwa prüfen, ob im Gebäudekomplex des ehemaligen Tankstellendreiecks an der Niederurseler Landstraße eine Kita unterkommen kann.

Seit 2013 haben Eltern von Kleinkindern einen Rechtsanspruch darauf, dass ihr Nachwuchs in einer Krippe oder in der Kindertagespflege betreut wird. Doch einen Platz zu finden, ist oft gar nicht so leicht. Im Bezirk der Erich-Kästner-Schule in der Nordweststadt beispielsweise beläuft sich der Versorgungsgrad bei Kinderkrippen auf gerade mal 17 Prozent – weit unter dem städtischen Durchschnitt. Dabei strebe der Magistrat hier ein Versorgungsziel von 40 Prozent an, heißt dazu in einem Antrag der CDU im Ortsbeirat 8 (Heddernheim, Niederursel, Nordweststadt), den das Gremium in seiner jüngsten Sitzung am Donnerstag einstimmig verabschiedete.

In dem Papier wird der Magistrat um Prüfung gebeten, ob im Gebäudekomplex des ehemaligen Tankstellendreiecks an der Niederurseler Landstraße 156 eine zusätzliche Kindertagesstätte eingerichtet werden kann. Auf diese Weise könnte man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Denn in dem Bau stehen immer mehr Räume leer, vor allem in den Ladenzeilen-Erdgeschossen auf der Innenseite entlang des Seitenarms zur Straße Alt-Niederursel, informiert die CDU. Darunter ist auch ein ehemaliger Schlecker-Markt.

Auch Neubauprojekte prüfen

Außerdem solle man Ausschau nach weiteren Liegenschaften halten, um den Versorgungsgrad mit Kinderkrippen-, Kindergarten- und Hortplätzen in der Nordweststadt, insbesondere im Bezirk der Erich-Kästner-Schule, zu erhöhen, schlugen der CDU-Fraktionsvorsitzende Ralf Porsche und Ortsvorsteherin Katja Klenner (CDU) vor. Janina Korb, Quartiersmanagerin in der Nordweststadt, unterstützte das Ansinnen. Schon bei Neubauprojekten müsste die Stadt prüfen, wo weitere Kita-Plätze entstehen könnten, sagte sie in der Bürgerfragestunde des Ortsbeirats. Besonders in der Nordweststadt sei die Situation problematisch – „die Rückmeldungen aus Kindergärten und Arbeitsgruppen sind erschreckend“.

Sie wisse von Mädchen und Jungen aus Migrantenfamilien, die immer noch keinen Platz in einer Krippe oder einem Kindergarten gefunden hätten, was sich nachteilig auf ihre Sprachentwicklung auswirke, sagte die Quartiersmanagerin: „Es gibt Kinder, die sprechen mit viereinhalb Jahren noch kein Deutsch.“ Entsprechend schwer hätten sie es dann, wenn sie eingeschult würden, gab Korb zu bedenken.

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