1. Startseite
  2. Frankfurt
  3. Niederursel

Ideen zum Hochwasserschutz am Urselbach

Erstellt:

Von: Pia Henderkes-Loeckle

Kommentare

Der Urselbach sieht im Sommer idyllisch aus. Bei Starkregen tritt er oft über die Ufer.
Der Urselbach sieht im Sommer idyllisch aus. Bei Starkregen tritt er oft über die Ufer. © Renate Hoyer

Der SPD-Ortsverein Niederursel sucht mit Anwohnerinnen und Anwohnern entlang des Urselbachs nach Ideen, die bei Hochwasser schützen könnten. Das nächste Treffen findet im Oktober statt.

Die neu erstellten Hochwasserkarten der Unteren Wasser- und Bodenschutzbehörde zeigen es deutlich: Ein Jahrhunderthochwasser wird großflächig die Bereiche rechts und links des Urselbachs überfluten. Im Frankfurter Stadtgebiet sind neben Grünflächen und Gärten auch Straßen und Bereiche der Wohnbebauung – insbesondere in Niederursel – betroffen.

Bei einer Informationsveranstaltung der SPD Nordweststadt – Niederursel wurde am Montagabend deshalb beschlossen, Ideen der Bürger zum Schutz vor Hochwasser zu sammeln. Ebenso soll die „lokale Oberurseler Klimainitiative“ eingeladen und eine Zusammenarbeit angestrebt werden. „Die Oberurseler haben das gleiche Problem wie wir“, erklärt SPD-Mitglied Johannes Loheide, der in Kontakt mit der Bürgerinitiative steht.

Der im Hochtaunuskreis entspringende Urselbach fließt durch Oberursel und Niederursel bis er in Heddernheim in die Nidda mündet. Anhand der Hochwasserkarten erklärte Stefan Ziegler, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des SPDOrtsvereins Niederursel, den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern in der Gustav-Adolf-Kirche die Bedeutung und Gefahr der errechneten Überschwemmungsgebiete.

Ein weiteres Problem für Ziegler ist, dass die Karten nicht mehr aktuell sind. „Geplante, aber noch nicht begonnene Bauvorhaben wurden in die Berechnung nicht mit einbezogen.“ Von Seiten der Unteren Wasser- und Bodenschutzbehörde werde immer wieder auf die eigenverantwortliche Schutzpflicht der Grundstücks- und Hausbesitzer hingewiesen. Erst wenn die privaten Maßnahmen nicht ausreichten, würde die Stadt aktiv. „Es gibt derzeit zwar einige Vorschläge, aber von städtischer Seite noch keine konkreten Planungen zum Hochwasserschutz in Niederursel“, ergänzt Roger Bohn, Fraktionsvorsitzender der SPD im für Niederursel zuständigen Ortsbeirat 8.

Den betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern ist vor allem eine Verbesserung zum Schutz gegen zu erwartende Starkregenfälle ein dringliches Anliegen. Die dadurch entstehenden Überflutungen sind nicht so großflächig wie bei einem Jahrhunderthochwasser, werden aber künftig öfter stattfinden. „Hier können auch kleinere Schutzmaßnahmen wirkungsvoll sein“, ist sich Loheide sicher. Für ihn gehe es auch um Prävention. Etwa durch eine Zisternenpflicht in Neubaugebieten. „Wir werden im Oktober ein weiteres Treffen anberaumen und die Ideen der Bürger diskutieren“, kündigt Bohn an.

Auch interessant

Kommentare