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Fitnesstag für Gemeinsamkeit

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Frankfurt am Main, 22.01.2023, Stadtteil Nordweststadt, Halle im Weißkirchener Weg 12. Fitness-Tag der TSG Nordwest. (c) FOTO: Rainer Rüffer (Rueffer)
Frankfurt am Main, 22.01.2023, Stadtteil Nordweststadt, Halle im Weißkirchener Weg 12. Fitness-Tag der TSG Nordwest. (c) FOTO: Rainer Rüffer (Rueffer) © Rüffer

Niederursel Ein Jahr nach der Fusion läuft es bei der TSG Nordwest noch nicht rund

Die Turnhalle der TSG Nordwest ist Sonntagvormittag gut gefüllt. Etwa 60 Frauen und zwei, drei vereinzelte Männer stehen im leichten Grätschstand und klimpern mit den Fingern durch die Luft. Viele kannten diese Übung vorher nicht, haben sich nie in Kaha versucht, noch nicht die Kraft der Maori, der Ureinwohner Neuseelands, gespürt, für die diese Mischung aus Elementen aus Tai Chi, Qigong und dem klassischen Yoga steht.

Dabei könnten sie als Mitglieder der TSG so seit einem Jahr trainieren. Damals, Anfang 2022, hatte die größere Turn- und Sportgemeinde (TSG) die deutlich kleinere TG Römerstadt übernommen. Weil diese sich ihr Angebot bei gleichbleibenden Mitgliedsbeiträgen nicht mehr leisten konnte und auch keine neuen Kandidaten für die erforderlichen Ehrenämter fand. Die TSG wuchs so um etwa 400 Mitglieder auf 3600 an.

In der Gymnastikabteilung sei man aber noch nicht richtig zusammengewachsen, sagt Leiterin Iris Lang. Auch deshalb wurde der Fitnesstag am Wochenende angesetzt. Fast drei Stunden lang konnten die schon vorher zur TSG zählenden Mitglieder in Inhalte hineinschnuppern, die die Übungsleiter:innen, die früher für die TG tätig waren, jetzt für die TSG offerieren. Die Resonanz war erfreulich: Es kamen sogar Damen, die vorher in keinem der beiden Vereine waren.

Dass sich die bereits bestehenden Gruppen ordentlich mischen werden, glaubt Lang trotzdem nicht. Vor allem Ältere blieben in ihren Stadtteilen und vermieden Veränderungen. Bei der TG Römerstadt hatte es viele Senior:innen gegeben; entsprechend waren „ruhigere“ Stunden gefragt. Während Corona hatten sich viele zurückgezogen. Man müsse sie wieder in Schwung bringen, sagt Übungsleiterin Zdena Moldovan. Der Jahresbeginn eigne sich bestens dazu.

Neue Themen in die Römerstadt oder nach Praunheim zu tragen, in die beiden „neuen“ Stadtteile der TSG, sei schwierig, so Vereinspressewartin Rebecca Wies. Es sei kaum möglich, an zusätzliche Zeiten in den zur Verfügung stehenden Räumen zu kommen. Wies hat die Werbung für die Offerten verstärkt. Auch sie als Yoga-Spezialistin war von der TG Römerstadt zur TSG gekommen und hatte hier zudem das vorher „ausbaufähige“ Ehrenamt übernommen. Sie dient demnach als Paradebeispiel für das erweiterte Miteinander im Verein.

Lang würde sich wünschen, dass die insgesamt 25 Personen, die sich jetzt in ihrer Abteilung engagieren, sich besser oder überhaupt mal kennenlernen würden. In anderen Sparten, wo es nicht so viele Trainer gebe, sei das einfacher. Lang wünscht sich gemeinsame Treffen, aber es sei nicht leicht, einen passenden Termin zu finden. Einen gehörigen Vorteil hat die Fusion für Wies: „Ich bin beruflich sehr eingespannt und muss auch mal Stunden absagen“, sagt sie. Bislang fielen diese aus, jetzt reiche eine Nachricht in der WhatsApp-Gruppe, und schon finde sich Ersatz. „Ich selbst habe auch schon mal Skigymnastik übernommen“, sagt Wies.

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