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Im Rahmen eines Projekts der Frankfurt Dream Academy gestalten Jugendliche ihren mobilen Ort.
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Im Rahmen eines Projekts der Frankfurt Dream Academy gestalten Jugendliche ihren mobilen Ort.

Niederursel

Fahrbibliothek wird mobiles Juz

  • Clemens Dörrenberg
    VonClemens Dörrenberg
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Jugendliche der Ernst-Reuter-Schule II gestalten einen ausrangierten Bus der Stadtbücherei um. Ab Mai soll das Gefährt auf Tour in andere Stadtteile gehen.

Noch ist das Vorleben des Busses zu erkennen, der am Donnerstag auf dem Hof der Ernst-Reuter-Schule (ERS) II parkt: „Fahrbibliothek“ und „Stadtbücherei Frankfurt am Main“ steht dort, die Abbildung eines Bücherregals ist zu sehen. Doch darunter haben Emely, Michelle, Nils und ihre Mitschüler:innen der zehnten Klassen mit Sprühdosen schon ihre Spuren hinterlassen.

„Equality for all“, „Auf Augenhöhe“, ein Friedenszeichen und „BLM“ – die Abkürzung für „Black Lives Matter“ – prangen in knalligen Farben auf dem ausrangierten Bus und zeigen die meist politischen Botschaften, die die jungen Leute in die Stadt tragen wollen. Denn der Bus soll künftig als mobiler Jugendtreff in unterschiedlichen Quartieren Halt machen.

Die Aktion, bei der 13 Schüler:innen der ERS II das Erscheinungsbild des Busses komplett verändern, ist Teil des Projektes „Frankfurt Dream Academy“ der Stadtbücherei und Ergebnis von Workshops mit anderen Jugendlichen. „Sie haben sich einen mobilen, flexiblen Ort gewünscht“, berichtet Projektleiterin Iris Feldgen. Wichtig ist ihr, dass junge Leute ihre Ideen einbringen können, um das Projekt voranzubringen. 200 000 Euro hat die Kulturstiftung des Bundes dafür zur Verfügung gestellt.

Workshopleiter und Berufssprayer Fabian Stenzel hat mit seiner Kollegin Laura Gier von der Bildungsinitiative „Heartbeat Edutainment“ den Schüler:innen viel Freiraum gelassen. „Spaß und kreatives Ausleben“ seien für ihn zentrale Punkte, sagt er. „Die Jugendlichen sollten sich überlegen, welche Werte ihnen wichtig sind.“

Die 16-jährige Emely will ein Zeichen „gegen Rassismus“ setzen. „Unity“ hat sie über den Radkasten gesprüht. „Dass der Bus dann durch ganze Stadt fährt, macht mich schon stolz.“ Ihr Mitschüler Nils hält eine Dose an seinen Schriftzug „Art“, um ihn weiter zu verfeinern. Er arbeite mit verschiedenen Medien und drehe Musikvideos, sagt der 16-Jährige, daher der Kunstbezug.

Lehrerin Daniela Schmitz-Wega kann sich vorstellen, dass ihr Schüler:innen später im Bus auch Medienworkshops geben könnte. „Etwas für andere zu tun und jüngere Jugendliche mitzunehmen“, sei besonders hervorzuheben an dem Projekt. Ingrid Burow-Hilbig, ehemalige Konrektorin der ERS II, die das Projekt als Vertreterin der Stiftung „Lernen durch Engagement“ unterstützt, sagt: „Daraus könnten sich auch Berufsperspektiven entwickeln.“

Der Bus wird in den kommenden beiden Jahren viele Stadtteile anfahren. Dabei sollen zahlreiche junge Besucher:innen die Möglichkeiten erhalten, ihn von innen und außen nach ihren Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. Nach einem professionellen Innenausbau wird der Bus im Mai Station in Sossenheim machen. Im August stehen das Gutleut, danach Fechenheim und Preungesheim auf dem Fahrplan. Wo der Bus parken soll, sei noch offen, werde aber unter www.linktree./frankfurtdreamacademy rechtzeitig bekanntgegeben.

Wer zwischen 14 und 18 Jahre alt ist und mitmachen will, kann sich per E-Mail an dreamacademy@stadt-frankfurt.de oder telefonisch unter 0157 /41 88 86 97 bei Projektleiterin Iris Feldgen melden.

Die Schülerinnen und Schüler der Ernst-Reuter-Schule II haben vor allem politische Motive und Sprüche auf den Bus gesprüht.

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