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Angela Wolf und Friedrich Berndt im Mainfeld.

Niederrad

Den Stadtteil zusammen bringen

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Angela Wolf löst Friedrich Berndt als Quartiersmanager ab. Der Fokus soll nicht mehr hauptsächlich auf dem Mainfeld liegen, sondern sich auf alle Viertel Niederrads ausweiten, etwa die ehemalige Bürostadt.

Angela Wolf ist im Mainfeld schnell heimisch geworden, sagt sie und meint damit ihren neuen Arbeitsplatz. Die 41-Jährige ist seit März die neue Quartiersmanagerin in Niederrad. Sie löst Friedrich Berndt ab, der in den Ruhestand geht (wir berichteten). Wolf starte in „ruhigeren Zeiten“ als ihr Vorgänger, sagt die Gesellschaftswissenschaftlerin.

Berndt hatte in 13 Jahren vor allem mit der Hochhaus-Siedlung Mainfeld und ihren rund 2000 Bewohnern zu tun und ist mitverantwortlich, dass sich das Quartier so gut entwickelt hat. Das bedeutet nicht, dass es für die neue Mitarbeiterin nicht genug zu tun gäbe. Ihre Arbeit werde sich aber auf den gesamten Stadtteil ausweiten, berichtet Wolf, die zuvor als Quartiersmanagerin in Zeilsheim tätig war.

Darum ist die zuvor halbe zu einer ganzen Stelle ausgebaut worden. Wolf will mithelfen, dass Niederrad zusammenwächst und eine gemeinsame Identität bekommt unter dem Motto „Wir sind Niederrad“.

„Die Herausforderung liegt darin, die unterschiedlichen Lebenssituationen und Bedarfe zusammen zu bringen.“ Wolf will außerdem weiter daran arbeiten, dass die Umwandlung der einst monostrukturellen Bürostadt zum lebendigen Wohnquartier, dem Lyoner Viertel, glückt. Mit Fragebögen will sie herausfinden, wer dort eigentlich genau wohnt und was die Anwohner sich für ihr Viertel wünschen.

Im Mainfeld sollen in Kooperation mit der Eigentümerin, der städtischen Wohnungsbaugesellschaft ABG, das Wohnumfeld neu gestaltet werden. Vielleicht auch das Mainufer besser mit dem Mainfeld verbunden. Die Bolzplätze sind zudem in die Jahre gekommen und könnten erneuert werden - gemeinsam mit den Jugendlichen. Die Einbeziehung der Bewohner will Wolf weiterführen. Das war auch Berndt immer wichtig und habe sich bewährt, so sei auch die Identifikation mit dem Viertel größer.

Wir haben hier bereits ein gutes Netzwerk, sagt Berndt, etwa mit Kirchen und Initiativen. Als der 65-Jährige damals seine Arbeit im Mainfeld begann, gab es weder einen Jugendtreff, noch die Siedlungszeitung, dafür viele Konflikte, Dreck und herunter gekommene Ecken. Berndt etablierte zahlreiche Aktionen und konnte Probleme lösen. Auch das Hilfenetz Niederrad, die allgemeine Sozialberatung und das Seniorenstadtteilbüro rief er mit ins Leben.

Ein wichtiger Kooperationspartner werde künftig auch das Kinder- und Familienzentrum (Kifaz) sein, das im Januar eröffnet hat, sagt Wolf. Dort gibt es nun Räume für soziale Angebote.

Wolf freue sich mit den Bewohnern im Stadtteil ihr Wohnumfeld mitzugestalten. Der Kontakt mit den Menschen war auch für Berndt immer wichtig. Bei Fragen hat es Wolf nicht weit, Berndt wird als Minijobber im Quartiersmanagement weiterarbeiten.

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