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Party mit Quiche

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Von: Stefanie Wehr

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Das Lyoner Quartier feiert sich selbst, um Alt- und Neu-Niederräder zusammen zu bringen.

Philipp Meißner sitzt mit seiner Freundin unter dem überdachten Biertisch auf dem Gelände der TSG Niederrad. Dass es regnet schert ihn nicht.. „Ich finde toll, dass hier gefeiert wird. Beim Nachtleben mangelt es im Viertel ja noch etwas.“ Der 36-Jährige ist vor ein paar Monaten von Bockenheim in die Rhonestraße gezogen, „damit ich näher bei der Arbeit bin“, erzählt er. Das Viertel gefalle ihm gut. „Man ist gut angebunden, und der Wald ist ganz nah, zum Joggen und Spazierengehen.“

Beim „Quiche und Co.“-Fest trafen sich am Samstag Alt- und Neu-Niederräder bei exzellentem französischen Wein vom Offenbacher Weinhändler „Le-Midi-Weine aus Südfrankreich“, Quiche und Käse von der Suchthilfe Fleckenbühl, Bratwurst von der TSG und afrikanischen Spezialitäten vom kamerunischen Restaurant „La villageoise“ am Sportplatz Hahnstraße nebenan. Nicht zuletzt das Bühnenprogramm mit Zauberer und die Band „Menoosha & Friends“ hielten die Besucher bei der Stange. Die namensgebende Quiche boten die Fleckenbühler an ihrem Stand an: Den französischen Gemüsekuchen gab es mit Speck und Lauch oder vegetarisch. „

Das Frankreich-Thema ist dem Namen des Viertels geschuldet – das Lyoner Quartier ist nach Frankfurts erster Partnerstadt benannt: Seit 1960, als auch die Bürostadt entstand, ist die Metropole im Südosten Frankreichs mit Frankfurt verschwistert. Die Straßen der Bürostadt hießen schon damals Lyoner Straße, Saone- und Rhonestraße.

Organisiert hat das Fest die Standortinitiative Neues Niederrad (SINN), der Zusammenschluss der Gewerbetreibenden und Wohnungsbaugesellschaften vor Ort, der es sich zum Ziel gesetzt hat, die ehemalige Bürostadt für die neuen Bewohner:innen lebenswert zu machen. „Wir feiern das Fest zum zweiten Mal und wollen auch nächstes Jahr wieder feiern“, kündigt Detlef Hans Franke vom Vorstand der SINN an. In diesem Jahr kamen rund 1000 Leute vorbei.

Auch Planungsdezernent Mike Josef (SPD) feierte mit. „Das Lyoner Quartier ist bundesweit einzigartig, ich glaube, die Entwicklung von der tristen Bürostadt zum belebten Wohnviertel ist gut geworden“, sagte er.

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