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Ort für Begegnungen in Niederrad

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Von: Fabian Böker

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Pfarrer Werner Portugall auf dem Platz im Innenhof, der aktuell noch eher trist wirkt.
Pfarrer Werner Portugall auf dem Platz im Innenhof, der aktuell noch eher trist wirkt. © christoph boeckheler*

Die Gemeinde Mutter vom Guten Rat baut ihren Innenhof an der Kirche zu einer Freifläche um. Die soll dann für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Sitzbänke statt Garagen, Wildwiese statt Schlaglöcher, wassergebundener Kies statt staubiger Boden – das Freigelände der Offenen Kirche Mutter vom Guten Rat in der Kniebisstraße 27 soll erheblich umgestaltet werden. Am Dienstagabend hat die Gemeinde ihre Pläne der Öffentlichkeit vorgestellt.

Diese sehen vor, dass das in den vergangenen Jahren eher als Bauhof genutzte Areal in eine Freifläche verwandelt wird, die laut Pfarrer Werner Portugall drei Ansprüche hat: eine erhöhte Aufenthaltsqualität, eine Möglichkeit für Veranstaltungen und die Erfüllung ökologischer Aspekte.

Aktuell präsentiert sich der Bereich eher trist, was nicht nur am Wetter liegt. Der Boden ist uneben und voller Stolperfallen, mitten auf dem Platz stehen zwei Garagen und ein Container. „Kein Ort, um sich wohlzufühlen“, weiß der Pfarrer. Aber das soll sich bald ändern.

Entstehen soll unter anderem ein Aufenthaltsbereich hinter dem Gemeindezentrum, mit einem wassergebundenen Kies als Untergrund, mit Sitzsteinen, Bänken, Stühlen und neuen Bäumen. An der Seite Richtung Belchenstraße wird als markantes Gestaltungselement ein Rankgitter aufgestellt, etwa 47 Meter lang, 3,50 Meter hoch, bepflanzt mit Rosen und Clematis. „Dadurch schaffen wir auch Schatten und eine unaufdringliche Abgrenzung zu den Wohnhäusern dahinter“, so der Pfarrer.

Südlich der Aufenthaltsfläche wird eine Wildwiese angelegt, mit je zwei Flächen, einmal mit hohen, einmal mit niedrigen Wildblumen. Die dortigen Versickerungsflächen sollen so gestaltet werden, dass das Regenwasser direkt zu den Bäumen geleitet wird, von denen insgesamt sieben neue gepflanzt werden. Auch eine Brauchwasserzisterne soll es geben, mit deren Gießwasser die Pflanzen auf der Wildwiese gegossen werden sollen.

An die Wildwiese schließt sich der Bereich der Kindertagesstätte an, der von den Bauarbeiten aber nicht betroffen ist. Die sollten ursprünglich trotzdem größer ausfallen. Das Projekt hatte mal ein finanzielles Volumen von rund einer Million Euro. Alleine das Bistum Limburg wollte fast 500 000 Euro dazugeben. Doch dann kam Corona, das Geld wurde knapp, das Vorhaben angepasst. Es soll nun noch etwa 450 000 Euro kosten, das Bistum schießt 150 000 Euro dazu. Der Rest kommt von Stiftungen, aus einer Fundraising-Kampagne und aus Mitteln, die für die Sanierung der Innenräume der Kirche gedacht waren. „Doch auch die abgespeckte Version erfüllt alle unsere Ansprüche“, so Werner Portugall.

Der Pfarrer hat einen klaren Zeitplan vor Augen: Über den baldigen Winter sollen die Ausschreibungen laufen, im März könnte dann mit den Arbeiten begonnen werden. „Im Oktober sollte dann der Platz weitestgehend fertig sein“, so seine Hoffnung. Nur ein paar Pflanzen und Bäume, die müssten dann noch wachsen.

Wenn der Platz einmal fertig ist, sollen dort Veranstaltungen stattfinden; Portugall denkt zum Beispiel an Stadtteilfeste. Und er soll als Begegnungsort dienen. Tagsüber wird er zugänglich sein, für alle Menschen aus dem Stadtteil. Nur abends wird er verschlossen.

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