Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Apfelweinwirt Günter Hehl und Becky Suck von der SPD Niederrad wollen Bedürftigen helfen. Foto: Michael Schick
+
Apfelweinwirt Günter Hehl und Becky Suck von der SPD Niederrad wollen Bedürftigen helfen.

Niederrad

Obst und Gemüse für Bedürftige

Apfelweinwirt und SPD-Mitglieder stellen Lebensmittelspende auf die Beine. Der erste Termin ist am 8. Mai am Lokal von Günter Hehl.

Sein Apfelweinlokal ist seit November wegen Corona geschlossen. Den Blick für andere hat Besitzer Günter Hehl in dieser schwierigen wirtschaftlichen Situation trotzdem nicht verloren. Nachdem vor kurzem ein Paar bei ihm geklopft und um Essen gebeten habe, hatte der Wirt die Idee eine Lebensmittel-Spendenaktion im Stadtteil zu initiieren.

„Uns Gastronomen geht es wirklich auch nicht gut, aber anderen Leuten geht es noch schlechter“, sagt Hehl. „Ich kenne zwei, drei Familien, die nicht wissen, was sie am anderen Tag essen sollen“, fügt er hinzu. Das habe ihn so berührt, dass Hehl kurzerhand einen Supermarkt in Neu-Isenburg und eine Großmarkthalle in Eschborn kontaktiert hat, die ihm nun übrig gebliebene Lebensmittel überlassen wollen. Obst, Gemüse, Konserven und Produkte, bei denen das Mindesthaltbarkeitsdatum naht: „Alles, was sie nicht mehr brauchen“, sagt Hehl und ergänzt: „Ich habe gesehen, was alles weggeschmissen wird.“

Becky Suck, die bei Hehls Kneipe um die Ecke wohnt, war sofort angetan, als sie von der Idee erfuhr. „Im Supermarkt bleiben sehr viele Lebensmittel übrig, die weggeworfen werden, und manche Menschen wissen nicht, was sie am nächsten Tag auf dem Teller haben.“ Suck leitet eine Tankstelle und habe dort schon mitbekommen, wenn sich Menschen in den Mülleimern nach Getränke- sowie Essensresten bücken, die andere weggeworfen haben. „Mal einen Kaffee ausgeben“ – mehr sei an der Tankstelle aber nicht möglich. In Niederrad bei der Lebensmittel-Aktion sei das anders. Als Beisitzerin der Niederräder SPD und Sitzungspräsidentin des Karnevalsvereins hat sie bei ihrer Partei und ihrem Verein weitere Helfer:innen mobilisiert. Insgesamt zehn Freiwillige sollen mit anpacken. Die Waren müssen schließlich abgeholt, vorsortiert, in Tüten verpackt und ausgegeben werden. Auch bei Bäckereien in Niederrad wollen Hehl und Suck fragen, ob sie am Ausgabetag Reste aus dem Verkauf für die Spendenaktion aufbewahren können.

Zunächst soll die Lebensmittelausgabe nur einmal stattfinden. „Wir wollen es mal ausprobieren und gucken, wie hoch der Bedarf ist“, sagt Suck. Sie berichtet, dass die Frankfurter Tafel gewöhnlich zweimal im Monat eine Lebensmittelausgabe am Jugendtreff im Mainfeld organisiert. Weil einer der beiden Termine aufgrund des Maifeiertages – in diesem Jahr ein Samstag – ausfällt, wollen Hehl und Suck einspringen.

Bei den Verantwortlichen der Tafel haben sie sich schon Informationen für die Umsetzung eingeholt. Zum Beispiel bitten sie darum, dass ein Frankfurt-Pass oder ein ähnlicher Nachweis am Ausgabetag mitgebracht wird. „Nicht, dass Leute mit Mercedes um die Ecke parken“, wie Suck es formuliert.

Geplant ist die Lebensmittelausgabe am Samstag, 8. Mai, um 16 Uhr, bei Ebbelwoi Hehl, in der Schwanheimer Straße 70a.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare