Niederrad

Der Niederräder Quartiersbus kommt

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Zum Fahrplanwechsel fährt die Linie 84 alle halbe Stunde zwischen Oberforsthaus und Niederräder Landstraße. Ortsbeirat und Bürger haben lange dafür gekämpft.

Ein Quartiersbus wird bald seine Runden in Niederrad drehen. Ab 15. Dezember verbindet er den Norden mit dem Süden des Stadtteils. Die endgültige Route steht fest. Die Verkehrsplaner von Traffiq hatten sich die Strecke nochmal angeschaut und nachgesteuert, wo es ging, nachdem Bürger sich beschwert hatten.

Der Carl-von-Weinberg-Park sei nun etwa besser zu erreichen, sagt Pressesprecher Klaus Linek. „Da haben wir reagiert“, in dem man eine der Haltestellen „Vogelstraße“ vorzog, dorthin, wo die Schattenstraße in die Waldfriedstraße mündet. Den Halt Richtung Oberforsthaus werde man so belassen, sonst fielen bis zu fünf Parkplätze weg. Gemeinsam mit dem Straßenverkehrsamt habe man sich dagegen entschieden.

Zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember wird die Linie 84 alle halbe Stunde zwischen Oberforsthaus und Niederräder Landstraße verkehren. Das Mainfeld, Lyoner Quartier/Bürostadt und die Waldfriedsiedlung sollten besser angebunden werden.

Der Linienweg in Alt-Niederrad bleibe wie geplant, der Weg durch die Treburer Straße in die Bruchfeldstraße sei nicht möglich. Bei einer Probefahrt sei man dort nicht durchgekommen. Zu eng parken dort die Autos und Lieferfahrzeuge. Die Anbindung an den Poloplatz sei ebenfalls nicht möglich. Da die Straße zu eng und nicht gut einsehbar sei. Bürger hatten sich das gewünscht.

Der Routenplan.

Von voraussichtlich Februar bis Juni gibt es allerdings eine Änderung. Wegen Bauarbeiten an der Hahnstraße werde der Bus in eine Richtung umgeleitet – über die Melibocusstraße Richtung Niederräder Bahnhof. Das sei natürlich unglücklich, aber nicht zu vermeiden, sagt Linek. Der Schlenker zur Haltestelle Lyoner Straße/Hahnstraße werde weiter angefahren und auf die Lyoner Straße verlegt.

Bürger hatten zudem die Befürchtung geäußert, dass bei Feiern wie etwa dem Weihnachtsmarkt der Freiwilligen Feuerwehr höhere Kosten auf die Vereine zukommen könnten. Und tatsächlich kostet die Umleitung pro Fest 750 Euro, sagt Linek. Denn die alternative Route müsse ausgeschildert, Pläne und Fahrgastinformationen geändert werden. Der Ortsbeirat werde hier die Vereine unterstützen, sagt Petra Korn-Overländer (SPD). In der nächsten Sitzung will das Gremium einen gemeinsamen Antrag einbringen. Es wolle Kosten bis 900 Euro übernehmen. Für 2020, denn der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr findet noch vor Inbetriebnahme des Busses statt.

Wichtig sei vor allem, dass der Bus kommt, sagt Korn-Overländer. Denn jahrzehntelang hatten sich Bürger und Ortsbeirat dafür eingesetzt. Das Feedback der meisten Niederräder sei positiv. Die Argumente von Traffiq seien ja nachvollziehbar.

Schön sei doch auch zu sehen, dass Bürgerengagement Erfolg habe, sagt Korn-Overländer. Seit Anwohner Unterschriften sammelten und sich einsetzten, habe das Ganze an Fahrt aufgenommen.

Die Niederräderin Gaby Link hatte 2018 die Idee mit der Unterschriftenliste. Nun ist sie „superglücklich“ über den Erfolg. Und hofft, dass der Bus auch angenommen werde. Besonders freut sie sich dass die Knotenpunkte zum Umsteigen, wie S-Bahnhof, Triftstraße und Hardtwaldplatz angefahren werden.

Die neue Buslinie 84 soll montags bis freitags von 6 bis 21 Uhr, samstags ab 9 und sonntags ab 12 Uhr fahren.

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