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Der alte Bahnhof Niederrad verfällt. Nun wird das Gebäude wegen des Bahnausbaus abgerissen. Michael Faust
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Der alte Bahnhof Niederrad verfällt. Nun wird das Gebäude wegen des Bahnausbaus abgerissen. Michael Faust

Niederrad

Mehr Lärmschutz beim Bahnausbau in Niederrad gefordert

  • vonStefanie Wehr
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Vom Herbst an wird die Bahntrasse zwischen Niederrad und Stadion auf sechs Gleise erweitert. Der Ortsbeirat fordert schon jetzt mehr Lärmschutz.

Die Bahnstrecke zwischen Niederräder Eisenbahnbrücke und der Station „Stadion“ wird von Herbst an von vier auf sechs Gleise erweitert. Doch der Ortsbeirat 5 (Niederrad, Oberrad, Sachsenhausen) weiß: Wenn nicht jetzt schon etwas dafür getan wird, dass die Anwohner und Anwohnerinnen nicht unter Bau- und Verkehrslärm auf der vierspurigen Bahnstrecke Frankfurt-Mannheim leiden, dann ist es zu spät.

Deshalb wurde in der letzten Legislaturperiode noch ein gemeinsamer Antrag verabschiedet: Bei den Bauarbeiten müssten demnach die Menschen vor Ort vor Lärm geschützt werden. Der Ortsbeirat fordert daher eine Projektleitung aus Bahn, Stadtverordnetenversammlung und Ortsbeirat für die Projekt- und Bauzeit, die gemeinsam entscheidet.

Der Knotenpunkt Frankfurt-Stadion, so der Arbeitstitel der Streckenerweiterung, wird auf vier Kilometern ausgebaut, weil er überlastet ist. Das bedeutet: Überführungen über Straßen vor allem in Niederrad müssen verbreitert werden, die Gleise rücken näher an die Wohnbebauung heran. Das Bauende ist für 2029 geplant.

Noch ist das Planfeststellungsverfahren für die zweite Baustufe im Gang. Bei den „Vorlaufarbeiten“, die laut Bahn im Herbst anstehen, wird das Baufeld freigeräumt, Bäume werden zurückgeschnitten und Versickerungsbecken gebaut. „Im Niederräder Bahnhof bauen wir ein und passen dort die Oberleitung an. Außerdem sollen die Arbeiten an den Eisenbahnüberführungen Goldsteinstraße und Golfstraße sowie der Rückbau der Eisenbahnüberführung Schwanheimerstraße beginnen“, erläutert eine Sprecherin der Deutschen Bahn.

Im November geht es dann auch dem Gebäude des Alten Bahnhofs Niederrad, wo das gleichnamige Restaurant untergebracht war, das wegen des angekündigten Streckenausbaus aber schon vor Jahren schließen musste, an den Kragen. Der Abriss erfolgt von November an.

Die Bahn verspricht derweil Lärmschutz: Eine 1400 Meter lange und vier bis sechs Meter hohe Schallschutzwand soll entlang der Ostseite der neuen Strecke gebaut werden. Entlang der Strecke Forsthaus-Niederrad wird eine 520 Meter lange und drei Meter hohe Schallschutzwand gebaut.

Eine Schallschutzwand sei aber nicht genug, heißt es im Stadtteil. „Viele in Niederrad können sich noch nicht vorstellen, was das bedeutet“, sagt Johst Oldenbourg vom SPD-Ortsverein.

Der Ortsbeirat fordert durchgehende Lärmschutzwände auf beiden Seiten der Gleise schon während der Bauzeit. Für die Niederräder wird es zudem unbequem, wenn wegen der Bauarbeiten Straßen und die Unterführungen Goldsteinstraße, Golfstraße, Adolf-Miersch-Straße und Uferstraße gesperrt werden. Die Überführungen dürften nicht gleichzeitig gesperrt werden, sondern nur nacheinander. Das Stadtteilgremium fordert zudem, dass die Bevölkerung über anstehende Bauphasen umfassend aufgeklärt wird. Die Bahn gibt an, dass die ersten Infoveransaltungen für Herbst 2021 angesetzt werden, sobald der Planfeststellungsbeschluss vorliegt.

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