Ettie und Peter Gingold

Streit um die Benennung eines Platzes in Niederrad

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Ein Platz im Stadtteil soll nach dem Ehepaar Ettie und Peter Gingold benannt werden, das gegen den Faschismus gekämpft hat.

Mit Verwunderung und Unverständnis reagiert der SPD-Ortsverein in Niederrad auf die Äußerungen von Uwe Schulz, Fraktionsvorsitzender der FDP im Ortsbeirat 5, zu den Bestrebungen, einen Platz im Stadtteil nach dem Ehepaar Gingold zu benennen. „Es ist nicht nachzuvollziehen, wie sich die FDP und Teile der CDU im Ortsbeirat den Wünschen einer Vielzahl von Niederräder verweigern“, sagt Petra Korn-Overländer, Ortsbeirätin und stellvertretende Vorsitzende im Ortsverein. Das Ehepaar Ettie und Peter Gingold habe auf beeindruckende Weise zeitlebens gegen den Faschismus gekämpft und Schüler aufgeklärt. „Das muss endlich gewürdigt werden.“

Stefanie Then, Vorsitzende der Niederräder SPD, unterstreicht die Forderung nach einer Benennung des kleinen Platzes an der Einmündung der Reichsforst- in die Neuwiesenstraße: „So viele Bewohner, Initiativen und Organisationen wünschen sich einen Gingold-Platz, um deren vorbildliches Engagement gegen Faschismus zu würdigen und das Andenken zu wahren. Das können FDP und CDU im Ortsbeirat nicht weiter ignorieren.“

Die SPD hoffe nun auf die Grünen. Deren Niederräder Mitglieder unterstützten die Gingold-Initiative. „Wir wünschen uns und erwarten, dass die Fraktion der Grünen die Forderung deshalb im Ortsbeirat unterstützt und sich nicht der Koalition mit FDP und CDU unterordnet.“

Der Ortsbeirat 5 tagt am heutigen Freitag um 19 Uhr im Konrad-von-Preysing-Haus, Ziegelhüttenweg 151. In die Sitzung wollen auch Vertreter des Stadtplanungsamtes kommen, um die Erhaltungssatzung für Sachsenhausen-Nord vorzustellen und Fragen zu beantworten. Zudem wird über einen Antrag der SPD abgestimmt, in der Nähe des Sachsenhäuser Kneipenviertels eine Ampel mit dem Motiv der Frau Rauscher aufzustellen.

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